Illegale Müllsammler wieder unterwegs. Teilnahme an dubioser Entsorgungs-Aktion ist nach dem Abfallwirtschaftsgesetz strafbar. Stadt kümmert sich um Abfall.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 20. März 2019 (04:10)
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Es ist Frühjahrsputz angesagt. Alte Kleider, Möbel und Gegenstände werden ausgemustert und harren ihrer letzten Bestimmung. Nämlich auf den Mistplatz gebracht zu werden.

Gerade in dieser Zeit treiben auch wieder die sogenannten „Müllsammler“ ihr Unwesen in Klosterneuburg, die Zettel in Briefkästen werfen, um auf ihre „Abhol-Aktion“ aufmerksam zu machen. „Doch das ist nicht legal“, warnt Stadtkommandant Georg Wallner.

In schlechtem Deutsch werden die Hausbesitzer von einer ungarischen Familie ersucht, die Organisation zu unterstützen. Die Polizei Klosterneuburg weist ausdrücklich darauf hin, dass die Abfallsammlung nach dem Abfallwirtschaftsgesetz ausschließlich durch die Stadtgemeinde Klosterneuburg zu erfolgen hat.

„Zu oft wird dieses Angebot angenommen, um unliebsame Gegenstände loszuwerden“, spricht Wallner aus Erfahrung. Die Müllsammler kommen dann und holen die Gegenstände ab, das jedoch meist sehr mangelhaft. Ab und zu werden diese abgeholt, einfach im Grünland zurückgelassen und müssen erst recht wieder von der Stadtgemeinde abgeholt und entsorgt werden.

„Gesetzlich besteht die Pflicht, sich bei Entsorgung von Altstoffen und Abfällen der Einrichtungen der Stadt zu bedienen. Wer seinen Abfall illegal an andere Personen übergibt oder an andere Orte bringt, macht sich strafbar“, warnt Wallner an der Teilnahme solcher Aktionen.

Weiters bestehe zusätzlich die Gefahr, dass die „Müllsammler“ beim Abholen des Mülls Häuser für eventuelle Einbrüche ausspionieren.

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