Junge sollen bleiben. Startwohngeld /  Junge VP bringt Antrag im Gemeinderat durch. Für die Opposition ist der Beschluss nichts weiter als ein Wahlkampf-Gag.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 09. Juli 2014 (09:08)
NOEN, privat
Immobilienstadtrat Roland Honeder, Jugendgemeinderat Markus Presle, die Gemeinderäte Christoph Raz und Karl Weiss und Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager freuen sich über die Einführung des Startwohngeldes für Klosterneuburger unter 30 Jahren.

Kurz brandete Jubel bei der jungen ÖVP bei der letzten Gemeinderatssitzung auf. Grund dafür war eine mehrheitliche Zustimmung für das „Startwohngeld“ (Infos im „Kurz notiert“ neben dem Artikel).

„Unsere Initiative ist von Beginn an auf großes Interesse und positive Rückmeldungen gestoßen“, freut sich Jugendgemeinderat Markus Presle über den Beschluss. Ziel der Förderung sei es, jungen Menschen die Möglichkeit einzuräumen, in Klosterneuburg wohnen bleiben zu können und den eigenen Start in die Unabhängigkeit zu erleichtern, so Presle.

Für Opposition ist dies Auftakt zum Wahlkampf

Für die Opposition ist nicht immer alles Gold, was glänzt. „Offensichtlich hat der Wahlkampf schon begonnen. Ich sehe schon das Plakat der ÖVP vor mir mit: Startwohngeld – durchgesetzt“, posaunte Gemeinderat Peter Hofbauer bei der letzten Gemeinderatssitzung, kurz nach dem mehrheitlichen Beschluss. Was für viele ein erster Schritt zu „Leistbarem Wohnen“ ist, ist für die Opposition nicht mehr als ein Wahlkampf-Gag.

„Uns geht das nicht weit genug. Allerdings ist dieses Vorhaben schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung“, sah SP-Chef Stefan Mann Potenzial im Startwohngeld. Kritik am Beschluss hagelt es auch seitens FPÖ. Skeptisch reagierte Stadtrat Josef Pitschko in einer Aussendung an die NÖN: „Das ist ein leicht durchschaubarer Wahlkampfgag der schwarzen Buberlpartie, der zwischen Wählertäuschung und Volksverblödung angesiedelt ist.“