Junger Anrainer (17) meldete Horrorbrand. Bahnweg / Kurz nach Mitternacht entdeckte aufmerksamer Nachbar
Flammen am Nebengrundstück. Drei Feuerwehren wurden alarmiert.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 16. Juli 2014 (08:54)
Jori Moci bemerkte in den Nachtstunden von Mittwoch auf Donnerstag Flammen am Nachbarsgrundstück. Der 17-Jährige verständigte die Feuerwehr und versuchte mit einem Gartenschlauch den Brand zu kontrollieren.
NOEN, Wagner
Die Kinderschaukel steht leer, die Gartenhütte wirkt unbewohnbar. Eine Brandgeruchswolke erinnert an die Geschehnisse vom vergangenen Donnerstag: Ein Feuer verwandelte Teile eines Hauses am Kritzendorfer Bahnweg in Schutt und Asche. Ein aufmerksamer Anrainer konnte Schlimmeres verhindern.

Eigentlich wollte der 17-jährige Jori Moci einen gemütlichen Abend mit seinen Freunden im Garten verbringen. Den Nachbarn hatten Mocis Besucher zuletzt gegen 18 Uhr gesehen.

In den Nachtstunden nahm der junge Anrainer ungewöhnliche Geräusche vom Haus nebenan wahr: „Ich dachte, er macht ein Lagerfeuer oder verbrennt Kleinigkeiten.“ Der Lärm habe sich angehört, als ob jemand Plastik verbrenne, erinnert sich Moci. Noch habe er nichts von dem Brand geahnt.

Teenager startete erste Löschversuche

Gegen 1 Uhr wurden die Freunde müde. Sie gingen ins Haus, um sich schlafen zu legen. Doch aus der Bettruhe wurde nichts: „Das war nicht normal“, schildert der aufmerksame Nachbar, „das Funkeln wurde immer heller“. Er ging auf die Straße, wo er gleich die brenzlige Lage entdeckte: Die große Holzterrasse, die Hausfassade und ein Teil des Daches des Nebenhauses standen lichterloh in Flammen. Der Jugendliche wies seine Freunde an, die Feuerwehr zu verständigen.

Moci selbst kletterte über den Zaun des brennenden Hauses. Dort versuchte er, mit dem Gartenschlauch das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. „Das Wasser war anfangs sehr heiß. Dann ließ der Druck komplett nach. Es gab kein Wasser mehr“, erzählt der Teenager von den Löschversuchen.

Brandursache noch ungeklärt

Binnen Sekunden waren aber auch schon die Florianis zur Stelle. Nachdem nicht klar war, ob sich noch jemand im Haus befindet, ordnete der Einsatzleiter einen umfassenden Atemschutzeinsatz ein. Die Silberhelme konnten die Hühner des Hausbesitzers aus dem Keller befreien. Die Bewohner selbst dürften an dem Abend in den Urlaub aufgebrochen sein. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt die Ursache des Feuers.

Eins steht aber fest: In der dicht verbauten Siedlung hätten sich die Flammen leicht verbreiten können, wenn Moci und seine Freunde nicht aufmerksam gewesen wären. „Viele Nachbarn haben sich bei ihm bedankt“, ist auch die Mutter des 17-Jährigen auf sein rasches Reagieren stolz.