Karina Flores: Das Leben ist eine schöne Reise. Russische Sopranistin feiert in Klosterneuburg Triumphe bei Publikum und Presse als Leonora in Verdis „La forza del destino“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Juli 2021 (16:10)
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Berührt Publikum und Presse als Leonora: Sopranistin Karina Flores.
Lukas Beck, Lukas Beck

„Die oper-klosterneuburg hat einen neuen Superstar, das Publikum liegt ihr zu Füßen“, freut sich Intendant Michael Garschall über den großen Erfolg der russisch-armenischen Sopranistin Karina Flores in Giuseppe Verdis „La forza del destino“.

„Mit der Partie der Leonora hat sie eine Lebensrolle gefunden. Karina arbeitet auch nach der sechsten Vorstellung an Nuancen der Rolle und steigert sich immer noch mehr, unglaublich, was sie leistet. Mit ihrem innigen Gesang berührt sie das Publikum jeden Abend neu“, schwärmt Garschall, und auch die Medien pflichten ihm bei.

Große Bewunderung für lyrisch zarte „Pace“-Arie

„Schön und tragisch“, so die NÖN-Kritik, und auch der Standard war begeistert: „Vokal überstrahlte den Abend Karina Flores (als Leonora) mit einer imposanten Bandbreite des Ausdrucks. Ihre Flexibilität ermöglicht es, von furios und klar zelebrierter Dramatik zart ins Lyrische zu wechseln und dabei die leicht schwebenden Töne mit Pianissimo-Raffinesse zu vergolden.“ Ebenso die Wiener Zeitung: „Wunderbar lyrisch: Karina Flores (Leonora) mit einer unfassbar schön gehauchten ,Pace‘-Arie.“ Und auch die „Presse“ stimmte ein: „Die Leonora der armenisch-russischen Sopranistin Karina Flores, einer Schülerin Renata Scottos, punktete (...) mit klarem, dunkel timbriertem Sopran, gekonnt zwischen den von Verdi verlangten Extremen, lyrischen Pianissimi und dramatischer Emotionalität balancierend. Ideal die expressiven Akzente, mit denen sie ihre weit geschwungenen Bögen gliedert.“

Angetan zeigte sich auch der Kurier-Kritiker: „Eine auch darstellerisch großartige Leonora. Nicht nur ihre berühmte Arie ,Pace, pace, mio dio‘ wird so zum Ereignis.“ Und die Kronen-Zeitung befand: „Karina Flores ist eine imponierende Leonora, die schnell den leidenschaftlichen Ton findet.“

Wer ist nun diese Sängerin, die an der Seite der ebenfalls umjubelten Margarita Gritskova so ausgezeichneten Eindruck machte?

Rasante internationale Erfolgskarriere

Geboren in Schachty im südlichen Russland, studierte am Rachmaninow-Konservatorium in Rostow und an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom bei Renata Scotto. Als Preisträgerin internationaler Wettbewerbe wurde sie 2016 für „Adriana Lecouvreur“ für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert. 2018 startete Karina Flores durch: mit Debüts als Leonora („Il trovatore“) am Teatro Regio Turin unter Pinchas Steinberg, in Brittens „War Requiem“ im Kennedy Center Washington unter Gianandrea Noseda sowie als Cio-Cio San („Madama Butterfly“) am Teatro Lirico di Cagliari unter Donato Renzetti. Weitere Engagements folgten, unter anderem an der Deutsche Oper am Rhein, am Konzerthaus Berlin, The Israeli Opera Tel Aviv, in Paris, Moskau und Sankt Petersburg.

„Das Leben ist eine schöne Reise um die Welt“: Dieser Satz findet sich auf der Homepage von Karina Flores. Ihre Reise ist nun um eine glanzvolle Station reicher geworden.