Museumsfrühling NÖ: „Darling, ich bin im Museum!“. 134 Museen und Sammlungen bieten spannende Programme für das Publikum. Klosterneuburg ist dabei.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 15. Mai 2019 (03:33)
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Symbolbild

Es ist Frühling und so mancher Regentag unterbricht die Vorbereitung auf den Sommer. Diese Tage sind wie geschaffen für einen Besuch im Museum. Gelegenheit dazu bietet der „Museumsfrühling“, der am 18. und 19. Mai 2019 in ganz Niederösterreich stattfindet.

134 Museen und Sammlungen bieten spannende Programme für das Publikum: von Ausstellungseröffnungen bis zu Spezialführungen, von Museumsheurigen bis zu Oldtimerfahrten, von Malateliers für Kinder bis zu Filmvorführungen. Anlass ist der Internationale Museumstag, der heuer unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ steht. Auch Klosterneuburg macht mit dem „museum gugging“ und dem „Museum Kierling“ mit.

Museum Kierling
Papiersackerl der einstigen Bäckerei Dollberger in Kierling.

Das Universalmuseum Kierling hat dazu passend die Eröffnung der Jahresausstellung „Kierlinger Dokumentationen“ am Samstag, 18. Mai um 16 Uhr geplant. Diese Ausstellung zeigt an Hand von Originaldokumenten aus dem Museumsarchiv, aber auch Leihgaben aus der Bevölkerung, einen Teil der Geschichte von Kierling.

Wer weiß schon, dass die Kierlinger Sängerrunde, gegründet 1900, einer der ältesten noch existierenden Vereine in Kierling ist? Oder dass es zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Rinderzuchtverein in Kierling gab? Dass 1912 im Gasthaus „Grüner Baum“ ein Brand ausgebrochen war, der erst nach 24 Stunden unter Kontrolle gebracht werden konnte?

„Ich bin sehr froh, dass wir in Klosterneuburg ein äußerst reichhaltiges kulturelles Angebot haben.“ Konrad Eckl, Kulturstadtrat

Ein Prunkstück der Ausstellung ist der handgezeichnete Stammbaum des Bauerngeschlechts Falb, der bis ins 17. Jahrhundert reicht!

Am Sonntag, 19. Mai findet von 10 bis 13 Uhr ein Frühschoppen mit Kesselgulasch statt, ein Rustikalflohmarkt mit bäuerlichen und handwerklichen Geräten, hauptsächlich für Dekorationszwecke sowie eine Pflanzenbörse, in der Jungpflanzen aus eigener Zucht angeboten werden.

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Protokoll des Rinderzuchtvereins der 1946 einem Rinderbestand von 104 Stück hatte.

„Wir hoffen, dass durch solche Aktionen das Universalmuseum Kierling ins Bewusstsein der Kierlinger gerufen wird. Vielleicht werden einige Besucher ermuntert, weitere Dokumente dem Museum zu übergeben?“, so die Museumsleiterin Christl Chlebecek.

Das „museum gugging“ wartet am Samstag, 18. und Sonntag 19. Mai, von 14 bis 15 Uhr mit der Familienführung „gugging erleben“ auf. Die Führung bietet Einblicke in die vielfältige Themenwelt der Künstler in Gugging. Am Sonntag gibt es zusätzlich ab 15 Uhr Kammermusik der „Music Gallery“ im Garber-Salon des Museumshauses. „Das innovative Konzertformat verbindet Kunst mit Musik und schafft so spannende Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Kunstformaten“, so die Museumsleitung.

„Ich bin auch sehr froh, dass wir in Klosterneuburg ein äußerst reichhaltiges kulturelles Angebot haben"

„Aktionen wie der ‚Museumsfrühling Niederösterreich‘ schaffen Bewusstsein für das reichhaltige Kulturangebot im Land, nicht nur an den großen und bekannten Orten und Häusern, sondern besonders auch für kleine lokale Museen, die oft eine unheimliche Tiefe und Facettenreichtum in ihren Themen und Präsentationsformen haben“, freut sich auch Kulturstadtreat Konrad Eckl. Kultur sei ein ganz zentrales Element menschlichen Handelns und der menschlichen Existenz und durchdringt alle Ebenen des Lebens.

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Eintragungsurkunde Bauerngeschlecht Falb im Goldenen Ehrenbuch der Bauernschaft NÖ.

„Ich bin auch sehr froh, dass wir in Klosterneuburg ein äußerst reichhaltiges kulturelles Angebot haben, das sich in den letzten Jahren sogar stetig vergrößert hat“, so Eckl weiter. Die Stadtgemeinde unterstütze diese Aktivitäten in vielerlei Hinsicht, um ein möglichst breites Angebot zu schaffen. Aktionen der öffentlichen Hand wie auch der Museumsfrühling Niederösterreich helfen diese Angebote aufzuzeigen und einem breiten Publikum zugänglich machen.

„Sie laden ein, sich mit den vielen interessanten Attraktionen im eigenen Ort auseinanderzusetzen, aber auch andere Gemeinden zu besuchen und ganz neues zu entdecken“, so Eckl.

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