Klosterneuburg

Erstellt am 20. Dezember 2017, 05:27

von Victoria Heindl

Neues Busnetz sorgt mit mehr Bussen für mehr Mobilität. Mit Ferienbeginn werden die Stadt- und Regionalbusse in Klosterneuburg den Bedürfnissen der Kunden besser angepasst.

Wolfgang Schroll, Geschäftsführer VOR, Bernhard Klammer, Leiter Referat Tiefbau und Verkehr, Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer und Baudirektor Manfred Fitzthum (v.l.) stellten gemeinsam das neue Busnetz vor.  |  NOEN, Heindl

Den Beginn der nächsten Sommerferien werden nicht nur die Klosterneuburger Schüler sehnlichst heransehnen. Auch für Benützer der Buslinien der Stadt gibt es Anfang Juli 2018 Grund zur Freude. Denn dann wird das Busnetz – sowohl das von Stadt- als auch von Regionalbus – in und um die Babenbergerstadt umgestellt. Hauptaugenmerk beim neuen Verkehrskonzept waren sowohl für die Stadtgemeinde und die VOR vor allem die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden der öffentlichen Verkehrsmittel.

Um die Linienführung der Stadtbusse zu optimieren und bei den Regionalbussen die Bedienzeiten auszuweiten, war
eine enge Zusammenarbeit von der Stadtgemeinde Klosterneuburg – vertreten durch Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer (PUK) – und des VOR notwendig. Dafür wurden zunächst gemeinsam die Anforderungen der Kunden an das neue Busnetz in der Stadt und den Katastralgemeinden formuliert und europaweit ausgeschrieben.

Zuklin und Kolda weiter am Steuer

Bei dem Bestbieter-Verfahren, bei dem zu 60 Prozent der Preis und zu 40 Prozent die Qualität ausschlaggebend waren, konnte sich die Bietergemeinschaft aus Zuklin und Kolda (Dr. Richard) durchsetzen. So bleibt das Busnetz wie bisher auch bei den beiden Klosterneuburger Firmen. Mit neuen Bussen, die zukünftig auch über WLAN verfügen werden und ein einheitliches Design, werden die neuen Linien ab Juli 2018 in Betrieb gehen.

Und dabei müssen sich die Klosterneuburger auf einige Änderungen einstellen. Bei den Regionalbussen werden nämlich nicht nur die Buslinien anders benannt. Vor allem durch eine Taktverdichtung in den Spitzenzeiten und eine Ausweitung der Betriebszeiten sollen noch mehr Klosterneuburger auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. So wird zum Beispiel in Zukunft von Montag bis Samstag alle zehn Minuten ein Bus zwischen Heiligenstadt und Bahnhof Kierling verkehren.

Auch in die Täler der Stadt soll das Angebot ausgeweitet werden. Sowohl nach Weidling als auch nach Maria Gugging sollen dann in den Stoßzeiten Busse im 15-Minutentakt verkehren. Auch nach Weidlingbach und Scheiblingstein wird das Netz ausgeweitet.

„All das dient dazu, den Mobilitätsbedürfnissen unserer Bevölkerung auf zeitgemäße Art und Weise gerecht zu werden.“ Johannes Kehrer Verkehrsstadtrat PUK

Einzig nach Höflein werden – ausgenommen zusätzliche Schülerkurse – die Busse nur alle 60 Minuten verkehren, da hier parallel die Franz-Josefs-Bahn führt. Das neue Verkehrskonzept zieht natürlich auch die Stadtbus-Linien mit ein. Momentan wird hier an einer Optimierung des Liniennetzes gearbeitet. So soll es etwa alle zehn Minuten eine Anbindung von der Oberen zur Unteren Stadt geben.

Der zentrale Umsteigeknoten der einzelnen Linien wird der Niedermarkt sein. Durch dynamische Anzeigen werden hier die Fahrgäste über alle Verbindungen informiert. Somit soll man mit einmal Umsteigen – auch am Wochenende – öffentlich überall hinkommen.

Informationen über Medien und Aussendung

Auch die Anbindung an die Bahn soll durch das neue Verkehrskonzept besser funktionieren. „Die Anschlusssicherungen wurden vertraglich festgelegt“, erklärt Kehrer.

Insgesamt investiert die Stadtgemeinde etwa 12,3 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren in den öffentlichen Verkehr. Der Stadtbus-Betrieb wird zur Gänze von der Stadtgemeinde finanziert. Im Regionalbusverkehr zahlt die Stadt dann 100.000 Kilometer mehr. „All das dient dazu, den Mobilitätsbedürfnissen unserer Bevölkerung auf zeitgemäße Art und Weise gerecht zu werden“, hofft Kehrer, dass somit noch mehr Menschen zukünftig auf Bus und Bahn umsteigen werden.

Damit der Umstieg Anfang Juli dann ohne Probleme funktioniert, werden die Fahrgäste in den Medien und per Fahrplanheft von der Stadtgemeinde informiert.