Klosterneuburg

Erstellt am 25. Januar 2018, 01:55

von Claudia Wagner

Neues Gymnasium möchte Talente individuell fördern. Persönliche Talente sollen im neuen Gymnasium gefördert werden, erklärt Diözesen-Schulamtsleiterin Pinz. Gym-Direktorin Poledna: „Müssen uns nicht verstecken.“

Mit öffentlichem und privatem Gym hat man „ein umfassendes Angebot für den besten Bildungsweg“, so Andrea Pinz, Schulamtsleiterin der Diözese.  |  NOEN, Privatschulen der EDW

Die Erzdiözese Wien betreibt 27 Schulen – Volksschulen, Neue Mittelschulen, AHS und berufsbildende Schulen. Mit dem Privatgymnasium am Kasernenareal eröffnet im September 2019 die 28. private Bildungsstätte im Verwaltungsgebiet Wien und Niederösterreich. Vorbilder für das Pionier-Gym sind etwa das Sacré Coeur Wien-Rennweg, das Sacré Coeur Pressbaum oder das Erzbischöfliche Gymnasium Hollabrunn.

„Alle Schulen der Erzdiözese haben Begabungsförderung als einen gemeinsamen pädagogischen Schwerpunkt. Das heißt, jeder Schüler wird in den individuellen Potenzialen und persönlichen Talenten gefördert“, erklärt Andrea Pinz, Leiterin des Erzbischöflichen Amts für Schule und Bildung der Erzdiözese Wien. Neben individuellen Stärken stehen im geplanten Privatgymnasium am Kasernenareal Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, Digitalisierung und Neue Medien im Fokus.

„Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit, Austausch und gegenseitige Unterstützung.“ Hemma Poledna, Direktorin Gymnasium Buchberggasse

Für den Besuch der katholischen Privatschule müssen die jungen Bewerber zwei Aufnahmekriterien erfüllen: die AHS-Reife und die Bereitschaft, die Religions-Stunden zu besuchen. Pinz: „Wir erwarten, dass die christliche Grundhaltung der Schule von allen Schulpartnern mitgetragen und mitgestaltet wird.“ Der Religionsunterricht – katholisch, evangelisch, orthodox oder andere – ist verpflichtend.

Hortbetreuung mit Sport und Musik

Kein Muss, sondern ein zusätzliches Angebot ist hingegen die Nachmittagsbetreuung als „Verbindung von Lernzeiten und Freizeitgestaltung“, so die Amtsleiterin. Auch hier sind die Schwerpunkte bereits fixiert: „Besonderes Augenmerk werden wir auf Sport, aber auch auf musisch-kreative Förderung legen.“ Beim Schulgeld von etwa 200 Euro monatlich sind die Hortkosten nicht eingerechnet. Dass neben dem bestehenden Gym auch eine Privatschule nach Klosterneuburg kommt, sieht Pinz als gute Ergänzung: „Ein öffentliches und ein privates Gymnasium gemeinsam eröffnen ein umfassendes Angebot für den besten Bildungsweg eines jeden Kindes und Jugendlichen. Die Entscheidungsfreiheit für die Eltern bleibt gewahrt.“

Platzproblem soll gelöst werden

Das Privatgymnasium soll das Platzproblem – 51 statt 42 vorgesehene Klassen – im bestehenden Gymnasium verbessern. Ein weiterer Wunsch von Direktorin Hemma Poledna bleibt jedoch: Nämlich „dass wir Maßnahmen, die durch die Größe notwendig sind, beginnen oder fortsetzen können.“ Etwa die Renovierung der Toiletten oder Räume für Nachmittagsbetreuung und Sport, ein Essensbereich oder ein ausgestatteter Informatik-Saal kommen der Schulleiterin da in den Sinn.

Dem neuen Privatgymnasium steht Poledna positiv gegenüber: „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit, Austausch und gegenseitige Unterstützung.“ Ob die Schulleiterin im Privatgymnasium Konkurrenz sieht? „Ja, vielleicht auch das. Das kann nur guttun!“ Dann sei das Gymnasium in der Buchberggasse noch mehr gefordert, gute Arbeit zu leisten. Und: „Gleichzeitig weiß ich, dass wir uns nicht verstecken müssen.“