Noch sehr zögerlich beim Autokaufauf. Bei den Kunden in der Region Klosterneuburg und im Bezirk Tulln herrscht große Zurückhaltung. Autohändler bleiben aber trotzdem „mutig und unternehmerisch.“

Von Helga Urbanitsch und Victoria Heindl. Erstellt am 27. Januar 2021 (03:25)
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Welches Modell? Benzin oder Diesel? Oder gar ein E-Auto? Vor dem Kauf eines Autos – vor allem eines Neuwagens – sind viele Fragen zu klären. Die Autohäuser des Bezirks bieten da – auch in Zeiten von Corona – eine große Auswahl und fachliche Beratung. Aber auch beim Thema Autokauf kann Covid-19 nicht ausgeklammert werden. Die Pandemie hinterlässt auch gravierende Spuren am Automarkt.

Große Unsicherheit bei privaten Käufern

„Generell herrscht Zurückhaltung, viele Privatkunden warten zu, bis Probefahrten wieder möglich sind“, weiß Victoria Pfaller vom Autohaus Pfaller (Volvo, Mazda und Kia). Pfaller weiter: „Unternehmer dürfen zwar vor Ort betreut werden, aber auch hier ist die Nachfrage aufgrund der Planungsunsicherheit eher zögerlich.“

„Es ist definitiv davon auszugehen, dass wir Vorziehkäufe erleben werden.“ Dario Hajdarevic Geschäftsführer Autohaus Birngruber

Marktschwankungen werden im BMW Autohaus Plattner nicht so stark wahrgenommen. Obwohl die Zeit noch „ziemlich stressig ist und die Unsicherheit bei Privatkunden groß ist, spüren wir die Zurückhaltung nicht mehr so stark, vor allem im höheren Preissegment. Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden“, zeigt sich Bruno Plattner zuversichtlich.

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Auch Birngruber-Geschäftsführer Dario Hajdarevic spricht von einem „grundsätzlich gutem Geschäftsjahr 2020“, hofft aber auf „normale Verkaufsprozesse und halbwegs stabile Geschäfte ab dem Frühjahr.“

Trotz der Pandemie versuchen Autohändler, „mutig und unternehmerisch zu bleiben“, so Hajdarevic. Man setzt auf Maßnahmen, die auch in „normalen“ Zeiten sehr wichtig sind: „In unserem Fall sind das unsere Mitarbeiter und sowohl die Volkswagen Konzern Marken als auch die Marke Birngruber an sich. Es zählen die Faktoren Kontinuität, Stabilität und Tradition.“

Mit „fast Null“ Autoverkauf bei Privatkunden ist das Autohaus Opel Brandtner konfrontiert, „allerdings gibt es Firmenkunden-Angebote zu dieser Jahreszeit, so viele wie noch nie, wegen der Nova-Erhöhung und dem Bonus für Elektroautos“, erklärte der Geschäftsführer im Verkauf, Franz Winter.

Virtueller Kundenkontakt

Mit weniger Personal wird hier weitergearbeitet, und Investitionen werden verschoben. Winter ist davon überzeugt, dass es durch die Nova neu zu einem verstärkten Autokauf kommen wird, „wenn wir wieder aufsperren dürfen.“

Dass es auch eine Zeit nach dem Lockdown geben wird, betont Bruno Plattner, der bis dahin weiter mit seinen Kunden virtuell in Kontakt bleibt, um dem negativen Trend entgegenzusteuern.

Verstärkte Nachfrage im ersten Halbjahr?

Telefonische oder Videoberatung mit virtueller Präsentation des Fahrzeuges bietet das Autohaus Pfaller. „Durch die Investitionsprämie gibt es eine verstärkte Nachfrage im Bereich der Elektromobilität, hier sind wir gut aufgestellt“, freut sich Victoria Pfaller.

Mit einem verstärkten Autoverkauf im ersten Halbjahr rechnet man im VW Autohaus Birngruber: „Es ist definitiv davon auszugehen, dass wir Vorziehkäufe erleben werden“, so Hajdarevic.

Auch für Victoria Pfaller ist eine erhöhte Nachfrage im ersten Halbjahr vorstellbar, „vor allem, da die Nova neu ab 1. Juli auch für leichte Nutzfahrzeuge gilt.“

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