Park-Hotel soll "Synergien mit dem Happyland“ eingehen. Das leer stehende Park-Hotel wird ein Gesundheitsresort. Zur großen Freude von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:42)
Stadtgemeinde Klbg./Stahl
Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, am Bild mit dem Betreiber des neuen Gesundheitsresorts Donaupark Klosterneuburg Universitätsprofessor Günther Wiesinger, ist froh, dass eine Lösung für das leer stehende Parkhotel gefunden wurde.

Das Gebäude mit der Adresse „In der Au 6“ hat schon eine recht bewegte Vergangenheit. Seine ursprüngliche Bestimmung, ein Vier-Stern-Hotel zu sein, musste mit Konkursantrag schon nach einigen Monaten aufgegeben werden.

NOEN

Nach interimistischer Weiterführung und Wechsel des Eigentümers stand es bedenklich lange leer. Jetzt scheint die Zukunft des Gebäudes zur Freude aller aber gesichert zu sein. Als „Gesundheitsresort Donaupark Klosterneuburg“ wird es neu auferstehen und sich um Burnout-Erkrankte kümmern. Ein Erfolg, den sich auch Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager auf seine Fahnen heften kann. Die NÖN bat den Stadtchef daher zum Gespräch über das neue Gesundheitsangebot.

NÖN: Wie erleichtert sind Sie, dass jetzt eine Lösung für das Hotel gefunden wurde?
Stefan Schmuckenschlager: Sehr! Das Gesundheitsresort Donaupark Klosterneuburg passt ideal in die aktuelle wirtschaftliche Erfolgsgeschichte unserer Stadt. Unser Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung wird auch mit dieser Einrichtung gestärkt.

Wie sehr konnten Sie sich in die Verhandlungen einbringen?
Ich konnte zu Beginn meine grundsätzliche Einschätzung zu diesem Projekt einbringen und hatte von Anfang an eine sehr vertrauensvolles Gesprächsbasis mit dem Betreiber.

Konnten Sie Ihre Vorstellungen von einer für Klosterneuburg sinnvollen Verwendungen einbringen?
Das war nicht nötig, schließlich entsprach das Projekt immer einer sinnvollen Verwendung.

Ist das nun eine langfristige Lösung? Welche Garantien gibt es dafür?
Universitätsprofessor Günther Wiesinger ist einer der renommiertesten privaten Gesundheitsunternehmer Österreichs mit jahrelanger Erfahrung in der Entwicklung solcher Einrichtungen und im therapeutischen Bereich. Er hat das Objekt erworben und wird es selbst betreiben. Das spricht für Kontinuität und Verlässlichkeit. Unter anderem betreibt der Eigentümer seit Jahrzehnten das Schloss-Kur-Hotel Strobl am Wolfgangsee in Salzburg. Diese Einrichtung in Strobl ist ebenfalls ein gesundheitstherapeutisches Resort mit dem Schwerpunkt auf Therapieansätzen des Bewegungs- und Stützapparates.

100 neue Arbeitsplätze werden geschaffen

Wie viele Mitarbeiter werden im Gesundheitszentrum voraussichtlich arbeiten?Insgesamt werden etwa 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Etwa die Hälfte davon werden therapeutische Vollzeitäquivalente sein. Die weiteren Beschäftigten werden vorwiegend im Gastronomiebereich und im Facilityservice tätig sein.

Welche Einnahmen wird dieser Standort der Stadt Klosterneuburg bringen?
Es ist mit Einnahmen aus dem Gebührenhaushalt, Kommunalsteuer und der Umwegrentabilität durch die Bedarfe der Gäste zu rechnen.

Was gibt es sonst noch für Vorteile dieses Standorts für die Stadt Klosterneuburg?
Durch die Nachbarschaft zum Happyland wird hier eine enge Zusammenarbeit angestrebt. So sollen in Abstimmung zwischen dem Happyland und der Gemeinde mit dem Gesundheitsresort Kooperationspakete geschaffen werden, die es den Gästen des Resorts ermöglichen, das Happyland sportlich zu nutzen. Ebenso sind positive Effekte für Handel und Gastronomie zu erwarten.

Eröffnung ist für Jänner 2020 angedacht

Wann wird der Betrieb im Gesundheitsresort aufgenommen?
Das Gesundheitsresort Donaupark Klosterneuburg soll im Jänner 2020 eröffnet werden.

Wird die Stadt sich an den Investitionen beteiligen, oder gibt es sonst noch Begünstigungen für den Betreiber, die die Stadt leistet?
Ich sehe hier die Synergien mit dem daneben liegenden Happyland in beiderseitigem Interesse, um sinnvolle Lösungen zur bestmöglichen Ausschöpfung der Kapazitäten zu finden.