Plakatkampf in Weidling. Aufregung bei den NEOS: Ein Plakat wurde abmontiert, in den Mistkübel geworfen und durch ein ÖVP Plakat ersetzt. Die ÖVP sieht das allerdings anders.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 09. Januar 2020 (05:26)

Die ideologisch gar nicht so weit entfernten Wahlkämpfer ÖVP und NEOS liegen sich in Sachen Wahlwerbung ziemlich in den Haaren. NEOS-Kandidat Darius Djawadi: „Der Wahlkampf in Klosterneuburg nimmt scheinbar neue Ausmaße an.“

Nach Darstellung der NEOS hätte die ÖVP im Zentrum vom Weidling ein NEOS-Plakat abgeschnitten, im Mistkübel der Volksschule entsorgt und daraufhin eines ihrer eigenen aufgehängt. Djawadi: „Die ÖVP hat damit, unserer Meinung nach, eine rote Linie massiv überschritten.“ Die NEOS haben Mitte Dezember ja bekanntlich ein Fairnessabkommen vorgestellt, das die ÖVP mit der Begründung, sowieso einen fairen Wahlkampf zu führen, zurückgewiesen hätte. Djawadi: „In einem Wahlkampf sollte es um Inhalte und Ideen gehen, wie wir Klosterneuburg besser machen. Wir verlangen von der ÖVP Klosterneuburg hier eine Erklärung und eine Entschuldigung.“

Der Wahlkampfleiter der ÖVP, Markus Presle sieht das so: „Das Plakat ist anscheinend von einem Wahlhelfer ausgetauscht worden, nachdem offenbar zuvor das Plakat der Volkspartei abgehängt wurde. Daher die Irritation. Gleich wie wir davon erfahren haben, haben wir das Angebot gemacht, das Plakat wieder aufzuhängen, aber leider haben die NEOS nicht darauf reagiert. Üblicherweise reicht ein Telefonat zur Klärung aus. Leider wurde sofort eine gezielte Social Media Kampagne daraus gemacht. Es handelt sich um einen reinen Einzelfall, was die vielen hundert NEOS Plakate in ganz Klosterneuburg eindrucksvoll beweisen.“

Darauf Darius Djawadi: „Meiner Wahrnehmung nach wurde hier gar nichts ausgetauscht. Es hat sich so abgespielt, wie ich es geschildert habe.“