Platz 13 bei Transparenz . Welche Stadtverwaltung ist die transparenteste? Klarer Sieger ist bei dieser Reihung Wien. Klosterneuburg findet man erst an 13. Stelle mit nur knapp 38 von 100 Punkten.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 07. März 2018 (05:15)
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Transparenz ist in der Politik in den letzten Jahren zum Modewort geworden. Aber wie steht es wirklich damit? Ein echtes Anliegen oder nur Lippenbekenntnis?

Keine andere Gemeinde in Österreich informiert ihre Bewohner umfassender und ausführlicher über die Tätigkeit ihrer Verwaltung als Wien. Das geht aus dem „Index Transparente Gemeinde“ hervor, einer Analyse des österreichischen Ablegers von Transparency International (TI-AC).

TI-AC hat im Rahmen der Untersuchung die Webseiten der 50 einwohnerstärksten Gemeinden und Städte Österreichs unter die Lupe genommen und die darin enthaltenen Informationen anhand von 50 Kriterien in zehn Kategorien auf deren Vollständigkeit, Übersichtlichkeit sowie Auffindbarkeit überprüft. Die Ergebnisse wurden dieser Tage in einer Pressekonferenz präsentiert.

Für jede Gemeinde oder Stadt gab es insgesamt 100 Punkte zu erreichen. Bei einem nationalen Durchschnitt von 33,14 Prozent ging die Stadt Wien mit einer Gesamtpunktzahl von 82,72 Prozent als deutliche Siegerin hervor.

Und wo steht Klosterneuburg?

2012 berichtete Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, dass er aufgrund einer persönlichen Bekanntschaft an Sitzungen bei Transparency International teilgenommen habe. Es sei damals darum gegangen, dass Klosterneuburg eine Pilotgemeinde für eine transparente Gemeinde werde. Nun, das scheint nicht ganz gelungen zu sein. Klosterneuburg nimmt zwar im Gesamtranking den durchaus beachtlichen 13. Platz ein, die Punkteanzahl erscheint aber doch etwas bescheiden: 37,8 von möglichen 100 Punkten.

Ein Fressen für Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer): „Als Pilot-Gemeinde ist das Ergebnis blamabel. Ich werde mit Nachdruck die Herausgabe der Detail-Ergebnisse von ‚Herrn Pilot-Transparenz-Bürgermeister Schmuckenschlager‘ fordern“, so Hofbauer nicht ohne Sarkasmus, „schließlich müssen die Mandatare wissen, wo der Hebel zu Verbesserungen anzusetzen ist.“

Stadtverwaltung arbeitet gut

Hofbauers Forderung ist für Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager merkwürdig, schließlich habe er von Transparency International keinen Bericht erhalten. Schmuckenschlager ist das Thema wichtig. Daher habe er auch im Amtsblatt darüber informiert. „Bei den großen Bereichen Stadtplanung und Finanzen haben wir unsere besten Werte“, so Schmuckenschlager. Die Verwaltung arbeite gut und serviceorientiert, und es würden ständig Verbesserungen vorgenommen. Aktuell werde die Homepage überarbeitet, Hinweise aus diesem Test würden bereits berücksichtigt.

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