Rapider Anstieg: Inzidenz steigt von 50 auf 210. 7-Tage-Inzidenz seit Mitte Februar von 50 auf 210 gestiegen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 31. März 2021 (04:35)
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„Unsere Bezirkszahlen sind zwar im Vergleich mit anderen Regionen weniger dramatisch, aber für die Bezirkshauptmannschaft (BH) ist die aktuelle Situation trotzdem sehr fordernd“, berichtet Bezirkshauptmann Andreas Riemer. Auch im eigenen Haus gebe es Covid-Fälle, die dann Personalausfälle zur Folge hätten.

Das Virus greift unaufhaltsam um sich. Das beweisen die aktuellen Zahlen aus dem Bezirk Tulln und Klosterneuburg. Nach wie vor ist das „Contact Tracing“, also die Erforschung der Quelle jedes Infektionsfalles, ein Hauptthema der Arbeit in der BH.

Vorwiegend übernimmt die Virusmutation „B.1.1.7“ – die Britische Variante des Coronavirus – das Geschehen. Riemer: „Diese Variante ist wesentlich infektiöser, weil die Infizierten länger krank sind und somit mehr Zeit haben, das Virus zu verbreiten.“ Die brandaktuelle Variante, die Mutation der Britischen Mutation, die in Nordtirol nachgewiesen wurde, ist laut Mitteilung der BH in Niederösterreich und im Bezirk Tulln noch nicht aufgetaucht.

"Britische Variante" übernimmt Kommando

Nach wie vor behaupten der Handel und das Dienstleistungsgewerbe, nichts zur Verbreitung des Virus beizutragen. Die Gastronomie ist seit Monaten geschlossen. Wer und wo wird nun das Virus aber nun wirklich übertragen?

„Unserer Erfahrung nach im privaten Bereich“, so Bezirkshauptmann Riemer. Überall dort, wo mehrere Menschen zusammenkommen, also Familienfeiern, Geburtstage oder Begräbnisse, wird das Virus übertragen.

Mit einer Jubelmeldung konnte die NÖN, was Klosterneuburg betrifft, noch Mitte Februar 2021 aufhorchen lassen. Mit einer 7-Tage-Inzidenz (Fallzahl pro 100.000 Einwohner) von 50 wurde sogar die Regierungsvorgabe erreicht. Davon ist Klosterneuburg derzeit aber sehr weit entfernt. Mit einer Inzidenz von 210 muss die Stadt mit aktuell mehr als dem Vierfachen des Februar-Wertes leben.

Eingeschränkter Parteienverkehr

Aufgrund des von der Bundesregierung verlautbarten Lockdowns im Osten Österreichs muss die Stadtgemeinde den Parteienverkehr vom 1. bis zumindest 6. April 2021 auf ein Minimum reduzieren. Der Parkscheinumtausch wird aufgrund der Ausgangsbeschränkungen in dieser Zeit ausgesetzt.

Die Osterruhe wirkt sich vor allem auf den Parteienverkehr im Rathaus sowie in den Außenstellen aus. Dieser wird in der Zeit des Lockdowns auf ein Minimum reduziert. Somit sollen nur dringend notwendige, unaufschiebbare Amtswege erledigt werden. Dies geht nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung. Das Rathaus steht unter +43(0)2243 / 444-0 während der Parteienverkehrszeiten zur Verfügung. Informationen und Kontakte unter: www.klosterneuburg.at

Auch der Umtausch der ungültig gewordenen Parkscheine, der noch prinzipiell bis 30. April möglich ist, muss während des Lockdowns ausgesetzt werden.