Schwarz fahren in Notsituation?. Die aktuelle Situation durch den Coronavirus verlangt hohe Sicherheit für Busfahrer.

Von Julia Koller. Erstellt am 26. März 2020 (03:08)
Aktuell kann in den Bussen der Klosterneuburger Stadtlinie kein Fahrschein gekauft werden. Dies ist eine Maßnahme des Verkehrsbunds VOR, um Mitarbeiter und Fahrgäste gleichermaßen zu schützen. Wer also den Bus benutzen möchte, sollte sich vorab Tickets im Onlineshop oder in der Trafik kaufen. Die Fahrt zur Trafik darf in dieser Ausnahmesituation auch ohne gültigen Fahrschein erfolgen.
Stadtgemeinde Klosterneuburg

Der Coronavirus verändert den gesamten Alltag der Menschen, auch die Arbeit für all jene, deren Arbeit unaufschiebbar ist. So zum Beispiel der öffentliche Verkehr und die damit verbundene Arbeit der Busfahrer der Klosterneuburger Stadtbus-Linien.

Seit aufkommen der großen Ansteckungsgefahr unternahm der Verkehrsbund VOR einige Maßnahmen, um Mitarbeiter und Fahrgäste zu schützen. So dürfen die Fahrer keine Tickets mehr im Bus selbst verkaufen.

Doch wie kommt man nun zu seinem Ticket, um zum Beispiel wichtige Besorgungen zu machen, wobei man auf den öffentlichen Verkehr angewiesen ist? Mit dieser Frage wendete sich auch eine 77-jährige NÖN Leserin an die Redaktion. Sie habe kein Internet und wisse nicht, wo sie sich Fahrscheine kaufen könne.

Auf Nachfragen bei VOR meldete sich Christina Maria Bachmaier vom VOR-Kundenservice. Sie erklärte, dass die ganze Coronakrise natürlich kein Freifahrtsschein für das „Schwarzfahren“ sei, jedoch im Fall der 77-jährigen Weidlingerin durchaus Ausnahmen gelten, wenn die Fahrt unvermeidbar ist.

„Wer in einer solchen Situation kontrolliert wird, muss nicht mit einer Strafe rechen“, so Bachmaier verständnisvoll. Die beste Möglichkeit wäre dennoch, sich Tickets über den VOR-Onlineshop, möglicherweise mit Hilfe oder in einer Trafik zu kaufen. Die Fahrt zur Trafik dürfe somit auch ohne Ticket unternommen werden.