„Soziales Gewissen“ feierte 60. Jubiläum. Augustiner-Chorherr Leopold Streit, Pfarrer der Pfarre St. Martin, feierte nun den 60. Jahrestag seiner Priesterweihe.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. April 2021 (03:20)
Augustiner-Chorherr Leopold Streit feierte am 9. April „60 Jahre Priesterweihe“. 
Stift Klosterneuburg

Er gilt als das soziale Gewissen der Stadt Klosterneuburg. Augustiner-Chorherr Leopold Streit feierte am Freitag, den 9. April „60 Jahre Priesterweihe“.

Das Pfarrleben von St. Martin in Klosterneuburg wird seit vielen Jahren von dem Augustiner-Chorherren Leopold Streit und seinen Visionen geprägt. Er ist unermüdlich in seinem Engagement für die Gemeinde und gibt alles für die, die seine Hilfe brauchen.

Priesterweihe am 9. April 1961

Herr Leopold wurde 1937 in Wien geboren, trat 1955 in das Stift Klosterneuburg ein, wurde 1961 zum Priester geweiht und ist Professor für Pastoraltheologie. Zu seinem 60. Priesterweihe-Jubiläum erreichten ihn zahlreiche Glückwünsche und Gratulationen. Allen voran sein Mitbruder Walter Simek, der in seiner Ansprache meinte: „Er ist das soziale Gewissen der Stadt Klosterneuburg. Er errichtete die Bibliothek St. Martin, das Hospiz St. Martin, die Kindersozialdienste Klosterneuburg, Essen auf Rädern und vieles mehr.“ Seine Ideale sind spürbar: Die Pfarre überzeugt bis heute durch ein aktives Gemeindeleben, das seinesgleichen sucht. Und die, die sich darauf einlassen, sind nicht bloß Zuschauer, denn in der Pfarre St. Martin ist Mitmachen angesagt, etwa bei den rhythmischen Messen, bei der Kinderpredigt oder beim Eheseminar.

Ein weiteres kulturelles Standbein der Pfarre ist die bemerkenswerte Bibliothek St. Martin, die als öffentliche Bibliothek einen unbezahlbaren Beitrag zum kulturellen Leben der Umgebung leistet. Und dann gibt es noch zwei ganz typische Schwerpunkte in St. Martin: die gelebte Ökumene mit der evangelischen Gemeinde Klosterneuburgs und ein beispielhaftes soziales Engagement. Bereits 1971 wurde ein Kindersozialdienst eingerichtet, der Beratung und Therapie für Kinder mit Teilleistungsschwächen und Behinderungen anbot.

Aus dieser Einrichtung entstand bald eine Tagesheimstätte für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und 1989 auch eine Wohngemeinschaft, die inzwischen um eine zweite derartige Einrichtung – alles untergebracht in einem Neubau – erweitert wurde. Die Pfarre betreibt außerdem Essen auf Rädern und einen mobilen Hospizdienst sowie einen Kindersozialdienst und eine Familienberatung.

Soziale Tätigkeit auf der ganzen Welt

Außerdem ist die Pfarre Stützpunkt für die Caritas Hauskrankenpflege in der Umgebung. Leopold Streits Engagement ist inzwischen längst nicht auf Klosterneuburg beschränkt: Vor Jahren hatte die Pfarre den indischen Priester P. Mathew Kozhuppakalam MSFS als Kaplan. Aus ihm ist inzwischen ein Ordensprovinzial in Südindien geworden, und aus der Zusammenarbeit mit der Pfarre St. Martin und dem Stift ist dort ein Kinderdorf entstanden.