Stadt sucht neuen Pächter für Strandbadrestaurant. Franz Riedel geht in Pension, Stadt Klosterneuburg sucht neuen Pächter für Strandbadrestaurant. Das Lokal ist sanierungsbedürftig.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 16. September 2020 (03:51)
Ab Jänner 2021 sucht die Stadtgemeinde nach einem neuen Pächter für das Strandbadrestaurant. Die Ausschreibung läuft.
Stadtgemeinde Klosterneuburg

Seit 18 Jahren betreibt Franz Riedel das Strandbadrestaurant. „Mit Liebe und Begeisterung“, wie er selbst erzählt. Aber: „Jetzt pfeif’ ich drauf!“, gibt sich der Klosterneuburger geschlagen. Der 66-Jährige geht in Ruhestand – nicht nur wegen des Alters. Riedel: „Es ist alles desolat.“

Der Gastronom erinnert sich zurück: „Ich habe vor 18 Jahren eine Küche übernommen, die damals schon 25 Jahre alt war.“ Eine Generalsanierung sei längst überfällig – die Terrasse ist besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen, die Barrierefreiheit fehlt, und auch im Inneren gibt es Mängel. Zwecks Sanierung wandte sich Riedel an die Stadtgemeinde, später an einen Fachmann.

„Wir schauen uns die Konzepte an und werden verhandeln, was machen die Pächter, was macht die Stadtgemeinde.“ Stadtrat Christoph Kaufmann

Der Expertenbericht brachte ein ernüchterndes Ergebnis: „Grob geschätzt kostet das 300.000 oder 350.000 Euro“, rechnet der Gastronom mit hohen Investitionen. Und die wird der Klosterneuburger nicht tätigen. Für Riedel im Bad ist die letzte Saison angebrochen: „Ich will einfach nicht mehr.“

Der Verpächter, die Stadtgemeinde Klosterneuburg, sucht nun einen Nachfolger und stellt schon in der Ausschreibung klar: „Da sich die Restauranträumlichkeiten nach mehrjähriger Nutzung in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden, besteht die Möglichkeit, diese auf eigene Kosten den künftigen Erfordernissen bzw. betrieblichen Nutzungsvorstellungen anzupassen.“ Mit dem Zusatz einer anteiligen Abschreibung (siehe Infobox).

„Dass was gemacht werden muss, ist uns klar“, versichert der zuständige Stadtrat Christoph Kaufmann (ÖVP) bezüglich einer Sanierung. Arbeiten an der Terrasse seien in Vorbereitung. Der bauliche Zustand wird bewertet, wenn der jetzige Pächter, Riedel, ausgezogen ist, schließlich kommt die Neuverpachtung in den Ausschuss. Kaufmann: „Für eine Bestandsaufnahme ist es jetzt zu früh.“

Derzeit – und noch bis Ende September – läuft die Ausschreibung. Interessenten können ihre Ideen einreichen. „Wir schauen uns die Konzepte an und werden verhandeln, was machen die Pächter, was macht die Stadtgemeinde“, schildert der Stadtrat den weiteren Prozess, und „dann haben wir den ganzen Winter Zeit, dass das Strandbad auch im nächsten Jahr einen guten Gastrobetrieb hat. Das ist in unser aller Interesse.“

Kaufmann ruft zum Mitmachen auf: „Wir hoffen auf möglichst großes Interesse und vielfältige Angebote. Auch, um das Portfolio des Strandbads zu erweitern.“