Stadtplatz wird zum Denkmal. Der Stadtplatz sowie Teile der Albrechtstraße und der Martinstraße werden in naher Zukunft unter Denkmalschutz gestellt.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 09. Januar 2020 (06:03)
Laut Meinung des Amtssachverständigen des Bundesdenkmalamtes gehören der Stadtplatz und Teile der Albrecht- und Martinstraße unter Denkmalschutz gestellt. Ab wann das der Fall sein wird, teilt des BDA noch mit.
Zibuschka

Der Stadtplatz könnte unter Denkmalschutz gestellt werden. Der erste Schritt dafür ist getan. Das Gutachten des Bundesdenkmalamtes (BDA) ist positiv.

Im Sommer gab es den Lokalaugenschein des BDA. Die Behörde hat den Stadtplatz und Teile der Albrechtstraße und Martinstraße auf deren Denkmalschutzqualitäten geprüft. Nun flatterte, rechtzeitig vor Weihnachten, das entsprechende Amtssachverständigengutachten ins Rathaus. Das BDA teilte im Begleitschreiben mit, dass es „beabsichtigt, das Ensemble Stadtplatz mit Teilen der Albrechtstraße und Martinstraße wegen seines geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Zusammenhanges gemäß §§ 1 und 3 des Denkmalschutzgesetzes als Einheit unter Denkmalschutz zu stellen“. Eine Ensembleunterschutzstellung werde durch das BDA noch mitgeteilt und ist dann auch im Grundbuch ersichtlich.

"Stadtbild von überregionaler Bedeutung"

Im Gutachten heißt es unter anderem: „Die Untere Stadt mit dem Stadtplatz als ihrem dominanten Mittelpunkt und Teilen der angrenzenden Martin- und Albrechtstraße ist somit zu einem wichtigen kulturellen Zeugnis geworden. Über Jahrhunderte hinweg waren die Gebäude, ihre Bewohner und Besucher Teil der kulturellen Entwicklung und des kulturellen Lebens von Klosterneuburg.

Viele Bewohner waren als Handwerker, Händler oder Träger öffentlicher Ämter tätig, sie lebten und arbeiteten in den Häusern am Stadtplatz und den Nebengassen. Den Gebäuden, als räumliche Orte in denen dieses kulturelle Sein stattfand, kommt daher eine besondere kulturelle Bedeutung zu. Diese Bedeutung des baulichen Ensembles Stadtplatz ist über das Lokale hinausgehend.“

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager hat seine Freude mit dieser Entscheidung: „Die Entscheidung des Bundesdenkmalamts ist ein Beweis für die Wirksamkeit der diversen Schutzmaßnahmen für erhaltenswerten Baubestand. Ebenso garantiert sie noch mehr Sicherheit vor unkontrolliertem Bauen. Es ist jetzt auch nachgewiesen, dass das historische Stadtbild von Klosterneuburg von überregionaler Bedeutung ist.“