Strandbad: Wie sicher sind Badegäste?. Der tragischer Tod einer 77-Jährigen führt zu Diskussionen über die Sicherheit in Klosterneuburgs Bädern.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 09. August 2017 (05:56)
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Am 1. August ereignete sich ein tragischer Unfall im Klosterneuburger Strandbad, der zum Tod einer betagten Wienerin führte. Sie soll im Altarm ins Wasser gegangen und danach regungslos im Wasser getrieben sein. Sie wurde aus dem Wasser an Land gebracht und reanimiert, bis das Rote Kreuz kurz nach 17 Uhr eintraf.

Gerüchteküche brodelt heftig

„Wir wurden um 17.08 Uhr alarmiert“, erzählt der Bezirksstellenleiter vom Roten Kreuz, Thomas Wordie. Vor Ort seien der Bademeister, die Sanitäter und ein Wiener Arzt gewesen, die aktive Erste Hilfe geleistet hätten. Auch ein Defibrillator sei eingesetzt worden. Doch die Reanimation war erfolglos. Die Frau verstarb.
Wie immer nähren solche tragischen Vorfälle, die nicht ganz geklärt sind, die Gerüchteküche. Die Dame soll ertrunken sein, wird da von Zeugen behauptet. Dies soll von den Rettern nicht schnell genug erkannt worden sein. Ist das Strandbad für Notfälle gut gerüstet?

„Ja, wir machen viel mehr, als das Gesetz vorschreibt“, weiß einer, der es wissen muss: der Leiter der Bäderverwaltung, Andreas Fuchshuber.

Von der Badedienstgruppe sind sieben Personen für Aufsichtstätigkeiten abgestellt. Zwei sind zuständig für den Altarm, wobei ein Aufsichtsorgan sich ständig beim Verleihsteg befindet, und eines auf der Liegewiese, wo die Dame verstorben ist.

„Ich würde keinen einzigen meiner Mitarbeiter einsparen wollen. Wir sind derzeit gut aufgestellt.“ Andreas Fuchshuber, Leiter der Bäderverwaltung

Gesetzlich vorgeschrieben sei ein Bademeister, der binnen 30 Sekunden erreichbar sein muss. Und die Rutsche muss ständig beaufsichtigt werden. Durch die Größe des Strandbad-Areals sei aber für Fuchshuber auch der Umfang des Aufsichtspersonals absolut unabdingbar: „Ich würde keinen einzigen der Mitarbeiter einsparen wollen. Wir sind derzeit gut aufgestellt.“

Bei 800 bis 1.500 Badegästen unter der Woche kann schon einmal etwas passieren, und doch halten sich die Rettungseinsätze der Aufsichtorgane durchaus in Grenzen. Fuchshuber schätzt sie auf fünf bis zehn in der Saison.

Mehr über die Hintergründe des Todes der Pensionistin und über die Sicherheitsvorkehrungen im Strandbad lest ihr in der aktuellen Printausgabe der NÖN-Klosterneuburg.

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