Klosterneuburg

Erstellt am 18. Januar 2017, 05:26

von Christoph Hornstein

Taferl-Diskussion neu?. Innenminister Wolfgang Sobotka verspricht Unterstützung für ein eigenes Klosterneuburger Kennzeichen und entflammt damit die Debatte erneut.

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Dass Klosterneuburg nach der Auflösung des Bezirks Wien Umgebung ein eigenes Autokennzeichen bekommen wird, daran glaubten bis dato auch die größten Optimisten nicht mehr. Nun sorgt eine Aussage von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) für neue Hoffnung und lässt die Diskussion neu aufflammen.

Alljährlich lädt die ÖVP Klosterneuburg zum Neujahrsempfang. 2017 wurde Innenminister Wolfgang Sobotka eingeladen. In seiner Rede sagte er Stadtchef Stefan Schmuckenschlager seine Unterstützung bei seinen Bemühungen, die Stadt mit einem eigenen Kennzeichen auszurüsten, zu.

Schmuckenschlager zeigt sich erfreut

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager zeigt sich über diese überraschende Unterstützung sehr erfreut: „Ich freue mich, dass die große Politik auch für die kleinen Anliegen ein offenes Ohr hat. Es wäre schön, wenn die bürokratische Starre überwunden wird. Schließlich ist auch in Gröbming in der Steiermark Ähnliches möglich gewesen. Diese Forderung kostet kein Geld, stört niemanden und würde zum Gelingen der Verwaltungsreform beitragen.“

Welches Gremium die Entscheidung über das „KG“ für die Klosterneuburger fällt, bleibt aber weiterhin im Unklaren. Das Land Niederösterreich meint, dass dies eine Angelegenheit des Verkehrsministeriums sei, während das Verkehrsministerium weiterhin der Meinung ist, dass ein Beschluss vom Land notwendig wäre. Das Land müsse eine zuständige Behörde bestimmen, in Klosterneuburg die BH-Außenstelle. Auf eine Kurier-Nachfrage antwortete Pressesprecher Andreas Strobl ähnlich wie bei einer NÖN-Anfrage vor Wochen: „Wenn das vom Land NÖ einmal beschlossen ist, kann es schnell gehen. Bis wir vom Land aber keinen Beschluss haben, können wir von unserer Seite nichts tun.“