Tag des Küssens: Schmusen macht pumperlgsund

Erstellt am 07. Juli 2021 | 03:50
Lesezeit: 4 Min
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Schmusen macht pumperlgsund
Foto: shutterstock.com
Wer viel küsst und geküsst wird, lebt länger und hat bessere gesundheitliche Werte – erklärt Experte Hademar Bankhofer.
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Am 6. Juli ist der Internationale Tag des Kusses. Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer betont: Auch wenn zwischenmenschliche Nähe eine Corona-Gefahr darstellt: Schmusen fördert die Gesundheit. Eine Untersuchung der amerikanischen Gesellschaft für Sexualverhalten in Los Angeles hat ergeben: Wer oft küsst und geküsst wird, lebt länger und hat bessere gesundheitliche Werte. In der Sexual-Wissenschaft kommt dem Kuss eine besondere Bedeutung zu. Offizielle Aussage des weltberühmten Kinsey-Instituts: „Sex ist Routine, Küssen hingegen vermittelt die Aura größter Intimität!“

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In unserer zwischenmenschlich belasteten Zeit setzt sich Hademar Bankhofer mit der gesundheitsfördernden Wirkung des Kusses auseinander.
Foto: Bankhofer, Bankhofer

„Hätten Sie sich gedacht, dass der Kuss auch in der Naturheilkunde eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat?“ – Banhofer erklärt, wieso:

Beim Küssen steigt der Herzschlag bei Männern auf 110 Schläge pro Minute, bei der Frau auf 108. Das bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Durchblutung.
Der Kuss ist das beste Training für die Lunge: Statt normaler 20 Atemzüge pro Minute sind es während des Kusses und gleich danach bis zu 60 Atemzüge.

Nach einem Kuss ist man viel aktiver und vitaler als zuvor.

Bei einem intensiven Zungenkuss werden insgesamt 38 Muskeln im Gesicht, im Mund und am Kiefer aktiviert. Dadurch können durch häufiges Küssen Falten geglättet und die Faltenbildung verhindert werden. Damit wird der Kuss auch zum Schönheitsmittel.

Bei einem Kuss von zwei Minuten werden 15 Kalorien verbraucht, was nicht zu verachten ist.

Küssen baut Stress ab und bekämpft depressive Zustände, Frustrationen und Ängste. Man weiß genau, warum das so ist: Haben Lippen und Zungen zueinander gefunden, sondert die Bauchspeicheldrüse verstärkt Insulin ab, die Nebenniere schüttet das Hormon Adrenalin aus. Das bringt den gesamten Organismus in freudige Alarmbereitschaft, ausgelöst durch eine Heerschar von Neuropeptiden, die frei werden. Sie bekämpfen das negative Stresshormon Kortisol. Dadurch fühlt man sich gut und wird von depressiven, negativen Gedanken befreit.

Der Nebeneffekt, den nur wenige kennen: Ein intensiver Kuss kann durch seine entkrampfende Wirkung ganz schnell lästigen Schluckauf aus der Welt schaffen.

Ein Kuss steigert bei beiden Partnern die Produktion der Liebeshormone. Zur Spitzenproduktion kommt es, wenn sich beim Kuss die Zungenspitzen der beiden Küssenden berühren. Der verstorbene, namhafte Sexualwissenschaftler Ernest Bornemann, den Bankhofer persönlich kannte, hat im Rahmen einer Studie nachgewiesen: Bei einem leidenschaftlichen Kuss führen von der Zunge und von den Lippen Nervenimpulse direkt zu den Sexualorganen.

Ein intensiver Kuss kann durch seine entkrampfende Wirkung ganz schnell lästigen Schluckauf aus der Welt schaffen

Da Küssen die Stressfaktoren im gesamten Körper eindämmt, werden sie dabei auch im Speichel des Mundes neutralisiert. Es ändert sich das Milieu im Mund. Französische Zahnärzte behaupten: Küssen kann in gewisser Weise Karies und Parodontose bremsen.

Ein australisches Ärzteteam hat im Speichel des Menschen Wachstums-Faktoren gefunden, die mithelfen, dass Wunden schneller verheilen. Werden diese Stoffe beim Küssen auf den Partner übertragen, lösen sie in dessen Organismus verstärkte Selbstheilreaktionen aus. Die Heilung offener Wunden kann damit durch oftmaliges Küssen positiv beeinflusst werden.

Bereits beim Deutschen Schmerztag im Frühjahr 1992 betonten Ärzte: Intensives Küssen ist eine hervorragende Arznei gegen viele Alltagsbeschwerden. Man kann damit sogar Schmerzen lindern.

Ärzte der McGill-Universität in Montreal, Kanada, behaupten: Wer viel küsst, bleibt widerstandsfähiger gegenüber vielen Krankheiten und altert langsamer.

„Hätten Sie sich gedacht, dass der Kuss auch in der Naturheilkunde eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat?“

Einen ganz neuen Aspekt fand der international bekannte Arzt und Naturheil-Wissenschafter Medizinalrat Ulf Böhmig in Österreich. Seine Erkenntnis: Der Kuss ist eine Art Schluckimpfung, die sich zwei Liebende gegenseitig verabreichen. Der Speichel enthält vielfältige Bakterien. 80 Prozent sind bei allen Menschen gleich, 20 Prozent sind unterschiedlich.
Bei einem intensiven, langen Kuss werden nun auch Bakterien übertragen. Bereits im Mund verursachen sie große Aufregung im anderen Organismus. Sie geben erste Impulse für die Bildung von Abwehrkräften, von Antikörpern. Im Magen kommt es dann zu den nächsten Reaktionen, wie sie ja auch bei einer Schluckimpfung künstlich angeregt werden. Jetzt werden hier massiv Antikörper gebildet. Man spricht in der Wissenschaft von einer „kreuzweisen Immunitätstherapie“.

Welche enorme Kraft ein Kuss im Körper auslösen kann, beweist allein schon die Tatsache, die man heute messen

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