Telefonbetrug mit Interpol-Masche. Klosterneuburger bemerkte betrügerische Absicht und meldete den Täter bei der Polizei. Chefinspektor warnt eindringlich.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 12. September 2018 (04:16)
Shutterstock.com/ givaga
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Ein Klosterneuburger musste sich wie in einem James Bond-Film wähnen, als er von einem gewissen Herrn Raimund Nemetz einen Anruf erhielt. Dahinter steckte natürlich Betrug.

Er sei Polizist bei Interpol und führe Erhebungen im Bereich der Lottomafia durch. Der Klosterneuburger scheine auf einer Liste als Verdächtiger auf und hätte sich in In- und Ausland strafbar gemacht. Natürlich bot der unbekannte Täter auch ganz selbstlos seine Hilfe an.

Er würde einen Notar kennen, der diese Fälle verlässlich abwickeln würde, dazu wäre aber eine Zahlung von 2.800 Euro notwendig. Als der Klosterneuburger da nicht mitspielte, drohte „Raimund Nemetz“ damit, dass gleich zwei Polizisten kommen würden, um ihn zu verhaften, es sei denn, er würde die Summe bezahlen.

„Zahlen oder die Polizei kommt“

Der Klosterneuburger behielt die Nerven, notierte sich die Telefonnummer und rief bei der echten Polizei in Klosterneuburg an. Er erstattete Anzeige gegen den unbekannten Herren.

Stadtkommandant Wallner lobt einerseits das korrekte Verhalten des Betrugsopfers, warnte aber auch gleichzeitig vor diesen Fällen. „Diese Anrufbetrügereien nehmen erschreckend schnell zu. Auf jeden Fall immer wachsam bleiben und sofort der Polizei melden“, gibt Wallner Tipps.

Der fast betrogene Klosterneuburger kam also ohne Schaden davon. Von zwei verschiedenen Nummern aus wurde er kontaktiert: +30 241 082 1098 und +39 388 160 46 28.