Bevölkerungsentwicklung: Stadt wächst und gedeiht. Fast 103.000 Menschen leben derzeit im Bezirk Tulln. Vor 15 Jahren waren es noch 90.000. Mit fast elf Prozent trägt auch Klosterneuburg zum Wachstum bei.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 14. Februar 2018 (05:14)
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Symbolbild

Nach der aktuellen Studie der Statistik Austria hat Klosterneuburg 27.062 Einwohner, das entspricht einem Bevölkerungsplus von 10,17 Prozent seit 2003. Dieser Trend setzt sich nicht nur in der Babenbergerstadt fort, der gesamte Bezirk Tulln legte in demselben Zeitraum 14,48 Prozent zu, die Bezirkshauptstadt Tulln gar 17,35 Prozent.

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Fast 103.000 Menschen leben derzeit im Bezirk Tulln. Vor 15 Jahren waren es noch 90.000, das entspricht einem Wachstum von 14,5 Prozent in diesem Zeitraum. Dabei wird angenommen, dass der Bezirk Wien-Umgebung niemals existierte. Den größten Zuwachs verzeichnet die Gemeinde Muckendorf-Wipfing, das 54 Prozent mehr Bevölkerung verzeichnet als noch 2003. Gefolgt von Königstetten (+28 Prozent) und Absdorf (21,7 Prozent).

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Das Wachstum von Klosterneuburg beeindruckt Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager wenig: „Mit rund 0,6 Prozent wachsen wir pro Jahr weit unter dem Durchschnitt unserer Nachbargemeinden. Das habe ich immer schon gesagt. Diese Zahlen widerlegen die härtesten Kritiker an der Stadtplanung. Schließlich kann jeder den Trend für unsere Region erkennen und sehen, dass die Bausperren in Klosterneuburg voll greifen.“ Die große Herausforderung sei nicht das Wachstum, sondern der Bevölkerungswechsel. „Pro Jahr wechseln über 2.000 Menschen den Wohnsitz in Klosterneuburg. Darum sind wir vielfältig bemüht, die Neuen in unserer Stadt einzubinden. In einer offenen und sympathischen Weise gelingt das sehr gut“, so der Bürgermeister.

„Wir sind einfach die schönste Gemeinde“

„Wir sind einfach die schönste Gemeinde“, scherzt der Bürgermeister von Muckendorf-Wipfing, Hermann Grüssinger. Er führt das enorme Wachstum auf die gute Lage neben der Weltstadt Wien und die gute öffentliche Anbindung dorthin zurück. „Außerdem ist die Infrastruktur bei uns auf dem neuesten Stand“, so Grüssinger. Obendrein sei ein langfristiges örtliches Entwicklungskonzept der Erfolgsgarant. 2018 ist nicht nur in dieser Hinsicht ein großes Jahr, denn die Gemeinde feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen.

Für Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Wanek ist das Wachstum des Bezirks ebenfalls keine Überraschung: „Alle Gemeinden achten auf eine gut ausgebaute Infrastruktur. Da ist vor allem in den letzten Jahren viel passiert.“ Der Trend wird, seiner Meinung nach, noch weiter anhalten, denn „das Umland rund um den Tullnerfelder Bahnhof entwickelt sich prächtig. Auch hier ist in nächster Zeit noch mit mehr Zuzug zu rechnen“, so Wanek.

Mit Problemen anderer Art hat der Großriedenthaler Bürgermeister Franz Schneider zu kämpfen. Hier sind die Bevölkerungszahlen rückläufig. Ein Grund dafür ist sicherlich im fehlenden Wohnungsangebot zu suchen.