Verein Hospiz St. Martin: 8.166 Stunden Dasein für andere

Erstellt am 06. April 2022 | 04:23
Lesezeit: 3 Min
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Obfrau Anna Fürst (l.), Ingrid Fickert-Krenn und Lore Brunnbauer. Ehrentraud Seidl und Georg Vanura konnten bei der Verleihung leider nicht persönlich anwesend sein.
Foto: privat
Der Verein Hospiz St. Martin hat vier langjährige Mitarbeiter ausgezeichnet. Sie haben 196 Patienten in 20 Jahren begleitet.
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Das Ehrenamt gewinnt gerade in Zeiten der Pandemie eine gänzlich neue Bedeutung. Umso wichtiger ist es, den ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz Danke zu sagen: Der Verein Hospiz St. Martin hat vier von ihnen mit einer Ehrenmitgliedschaft gewürdigt und verweist mit Stolz auf die Arbeit der Hospizbegleiter.

8.166 Stunden Zeit und Begleitung für 196 Patienten in über 20 Jahren Mitarbeit, geleistet von vier Hospizbegleitern: Das zählbare und doch unbezahlbare Resümee der vier „Menschen mit wunderbaren Herzen“ ist beeindruckend, noch mehr die Empathie, Achtung und Würde, mit denen sie den Betroffenen begegnen. Lore Brunnbauer, Ingrid Fickert-Krenn, Ehrentraud Seidl und Georg Vanura engagieren sich seit vielen Jahren für den Verein für mobile Hospizbegleitung.

Ehrenamt wichtiger als je zuvor

Seit über 20 Jahren widmen sie sich schwer kranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen und sind nach wie vor mit viel Engagement, Herz und Erfahrung tätig. Brunnbauer und Seidl waren nicht nur Ehrenamtliche der ersten Stunde, sondern auch Vorstandsmitglieder im Gründungsjahr 1999.

Als theoretische Basis für die Hospizbegleitung dient der Grundkurs für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung sowie Weiterbildungen, die im Laufe der Jahre absolviert werden können. „Am wichtigsten in der Hospizbegleitung ist jedoch die Haltung den Menschen gegenüber“, wie alle vier unisono betonen, „es geht um das Dasein für die Betroffenen, um Gespräche über das Leben und den Tod und darum, schwierige Zeiten mit ihnen gemeinsam aushalten zu können“.

23 Hospizbegleiter in St. Martin

Die Geschäftsführerin vom Dachverband Hospiz Leena Pelttari berichtete beim Ehrenamtssymposium von den neuen Herausforderungen, die aufgrund der Pandemie für die ehrenamtliche Tätigkeit entstanden sind. Als Leiterin der EAPC (European Association for Palliative Care) Taskforce für das Ehrenamt in Europa bedauert Pelttari, dass die Pandemie viele Ehrenamtliche zur Aufgabe ihrer Arbeit gezwungen hat: „Das Ehrenamt ist nach wie vor unverzichtbar, wenn nicht sogar bedeutungsvoller als je zuvor.“

Der Verein Hospiz St. Martin ist daher stolz und dankbar, dass sein Team von 23 Hospizbegleitern trotz Pandemie nach wie vor aktiv ist: „Wir sagen Danke!“ Den vier langjährigen Mitarbeitern wurde eine besondere Auszeichnung gedankt: nämlich mit der Ehrenmitgliedschaft.

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