Verkehrschaos: B14 für 23 Monate nur zweispurig. Ende 2019 muss die Heiligenstädter Hangbrücke saniert werden. Auf einer Länge von einem Kilometer wird es nur mehr zwei Fahrstreifen geben.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 28. November 2018 (04:25)
Stau auf der B14 vorprogrammiert: Ende 2017 wird die Heiligenstädter Hangbrücke saniert. Für 23 Monate gibt‘s dann zum Teil nur zwei Spuren.
Bildagentur Waldhaeusl

„Was, wenn die B 14 blockiert ist?“ Dieses Schreckens-Szenario gewann mit der Sperre der Kuchelauer Hafenstraße für den Autoverkehr noch mehr an Bedeutung. Jetzt kann bald die Probe aufs Exempel gemacht werden. Die Heiligenstädter Hangbrücke muss saniert werden. Ende des nächsten Jahres soll ein Teil der B14 für 23 Monate nur mehr zweispurig geführt werden können.

Der katastrophale Brückeneinsturz mit 43 Toten am 14. August in Genua hat ein europaweites Brücken-Sanierungsprogramm ausgelöst. In Österreich ist man da seit dem Reichsbrücken-Einsturz 1976 schon hellhörig geworden. Österreichs Brücken sind einem peniblen Kontrollprogramm ausgesetzt. „Brücken aus den 60er und 70er Jahren sind alle generalinstandsetzungsbedürftig“, weiß Hermann Papouschek, Abteilungsleiter der MA 29, Brückenbau und Grundbau.

Ein Stück der B 14 – vom Kahlenbergerdorf bis zur Donauwartestraße – ist auch eine Brücke. Die Hälfte der Straßenfläche liegt auf festem Grund, die andere liegt, um den Hang auszugleichen, auf Stelzen. Für dieses etwa ein Kilometer lange Teilstück gibt es bereits ein Sanierungskonzept. „Die Brücke ist 50 bis 60 Jahre alt. Wir erkennen Mängel und müssen einfach reagieren“, so Abteilungsleiter Papouschek.

Schon im Februar Sperre von zwei Spuren

Die Planung beginnt jetzt. Schon in den Semesterferien, ab 4. Februar, sind Probebohrungen notwendig. Papouschek: „Das muss gemacht werden, um den genauen Zustand der Brücke und des Untergrundes zu erkennen und die Sanierungsmaßnahmen festzulegen.“

Schon am 4. Februar müssen für diese Probebohrungen zwei Spuren gesperrt werden. Die Semesterferien können aber den zu erwartenden Stau abfedern. Ende 2019 ist dann aber für 23 Monate Bauzeit aus mit lustig.

Kuchelau wird geöffnet

Der Brückenbau-Abteilungsleiter ist sich der besonderen Situation mit der B14 als Nadelöhr nach Wien bewusst: „Es wird sicher Konzepte geben, die das zu erwartenden Verkehr-Chaos in Grenzen halten. Dem will ich aber nicht vorgreifen. Die Arbeiten müssen aber gemacht werden, denn wenn wir nicht sanieren, gibt es unter Umständen gar keine Straße mehr.“

Die einzige Möglichkeit, dem totalen Verkehrschaos entgegenzuwirken, ist die Öffnung der Kuchelauer Hafensstraße als Ausweichmöglichkeit. Derzeit gibt es da für Autos kein Durchkommen. Wer dort trotzdem fährt, muss mit Strafen rechnen. Für die Notsituation Ende nächsten Jahres, soll es aber eine Ausnahmeregelung geben, signalisiert der Bezirksvorsteher des 19. Bezirks, Daniel Resch: „Aus heutiger Sicht wird die Kuchelauer Hafenstraße zum Zeitpunkt der Sanierung der Heiligenstädter Hangbrücke aufgemacht.“