Weg in der Meynertgasse bleibt öffentlich. Bevölkerung, Planungsstadtrat und Bürgermeister gegen die Umwidmung eines öffentlichen Weges in der Meynertgasse.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 19. Mai 2021 (04:13)
Büttenweg
Hier wird man weiter spazieren gehen können: der Buttenweg in der Meynertgasse.
Hornstein

Zwischen den Grundstücken Meynertgasse 9 und 11 führt ein öffentlicher Weg in die Weinberge. Der soll nach Vorschlag der Stadtgemeinde umgewidmet werden: der Teil im Bereich der Grundstücke in Bauland, und der restliche Teil in Grünland. Gegen diese Änderung kann man im sogenannten Auflageverfahren bis 21. Mai Einspruch erheben. Mittlerweile wird gegen dieses Vorhaben schon beträchtliche Kritik aus der Bevölkerung laut. Die Zeichen, dass der Weg öffentlich bleibt, stehen aber gut.

„Der Buttenweg, im Volksmund ‚Kirschen-Allee‘, ist seit Langem ein wichtiger und gern benutzter Zugang in die Weinberge der Babenbergerstadt. Wie kann es also sein, dass man annimmt, ein solcher Weg wird einfach ‚nicht mehr benötigt‘ und dieser nun für immer verschwinden soll?“, wendet sich Bernhard Oswald mit einem offenen Brief an die Führungsgilde der Klosterneuburger Politik.

Positive Signale von der Politik

Die Chancen stehen allerdings gut, dass der Weg der Öffentlichkeit erhalten bleibt. Der Grüne Planungsstadtrat Johannes Edtmayer: „Wir sind für die Erhaltung des öffentlichen Weges und werden uns in der nächsten Ausschusssitzung gegen die Umwidmung aussprechen.“ Er habe diesbezüglich auch schon Gespräche mit der ÖVP geführt und auch hier Signale gegen eine Umwidmung erhalten.

Das bestätigt Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager: „Als Winzersohn hat man natürlich ein offenes Ohr für die Erhaltung eines Buttenweges. Ich sehe es persönlich auch nicht als Ziel, dass die Gemeinde bestehende Verbindungswege auflöst.“

Das Auflageverfahren zur Raumordnung sei seit jeher ein basisdemokratischer Vorgang. „Dementsprechend werden wir alle Meinungen bewerten“, so Bürgermeister Schmuckenschlager abschließend.