Wie sicher ist die Wasserversorgung?. Eine Auftragsstudie über die Zukunft der Wasserversorgung läßt FPÖ aufhorchen. Stadtrat Raz:„Versorgung ist gesichert.“

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 04. Juli 2019 (08:41)
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Symbolbild

Die brütende Hitze macht die Sorge um die Wasserversorgung der Stadt nur allzu verständlich. So wurde in der letzten Stadtratssitzung der Beschluss gefasst, eine Studie über die Zukunftsperspektiven der Wassergewinnung der Wasserversorgungsanlage Klosterneuburg zu erstellen. Kostenpunkt: 14.000 Euro. Bei der FPÖ läuten da jedoch die Alarmglocken.

Die Studie soll sämtliche, vorhandenen Daten über das Wasserversorgungsmanagement zusammenführen, übersichtlich darstellen und sich mit Fragen eines künftigen Wassergewinnungsstandortes auseinandersetzen.

Sie soll das Wasserbewirtschaftungssystem (Brunnen, Pumpwerke, Hochbehälter) im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Wasserversorgung analysieren und Vorschläge für die künftige Versorgungssicherheit quantitativ und qualitativ aufzeigen und den erforderlichen Investitionsrahmen darlegen.

„Jetzt kommt vielleicht noch die Erkenntnis dazu, dass das größenwahnsinnige Pionierviertel-Projekt auch Probleme mit der Wasserversorgung verursachen könnte.“ FP-Stadtrat Josef Pitschko

FPÖ-Stadtrat Josef Pitschko zeigte sich über den Zeitpunkt der Auftragsvergabe für die Studie überrascht: „Als ich anlässlich der ersten Überlegungen zum Pionierviertel auf ein mögliches Problem mit ausreichender Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung hingewiesen hatte, wurde mir versichert, dass ausreichend Kapazitäten vorhanden wären.“

Seit Jahren dilettiere die aus ÖVP, SPÖ, Grünen, PUK und Neos zusammengesetzte Pionierviertel-Steuerungsgruppe dahin und hätte – nach Meinung Pitschkos – bereits einen sinnlosen Planungsaufwand von mindestens 300.000 Euro verursacht. Pitschko: „Diese politische Laienspieler-Truppe hat teure Bebauungsplanungen für 1.100 Wohnungen, Geschäfte und Schulen durchführen lassen ohne Lösung der sich dadurch ergebenden Verkehrsprobleme.

Jetzt kommt vielleicht noch die späte Erkenntnis dazu, dass das größenwahnsinnige Pionierviertel-Projekt auch Probleme mit der Wasserversorgung verursachen könnte, zumal in Klosterneuburg in den letzten Jahren auch jede Baulücke mit einem Wohnklotz zubetoniert wurde.“ Ihn – Pitschko – würde auch nicht mehr überraschen, „wenn die Ins-Chaos-Steuerungsgruppe zuletzt noch erkennt, dass die Kläranlage für die vielen zusätzlichen Wohnungen zu klein ist.“

„Die Kläranlage ist auf über 40.000 Einwohner ausgelegt"

„Die Kläranlage ist auf über 40.000 Einwohner ausgelegt und was das Wasser betrifft, wollen wir gerade um uns diesen Vorwurf nicht machen zu lassen diese Studie“, sagt der zuständige Stadtrat Richard Raz (ÖVP) zu den Vorwürfen. Am Kollersteig hätte man vor Kurzem einen neuen Wasser-Hochbehälter eröffnet, eben um das Wasser für das Pionierviertel zu sicher.

Im Übrigen hätte die Stadtgemeinde, laut Raz, trotz der brütenden Hitze noch immer kein Problem mit dem Wasser. Alle Pumpen seien zwar auf Hochbetrieb, aber Wasser aus Wien wird nicht benötigt.

„Bei dieser Studie handelt es sich ausschließlich um eine Vorsichtsmaßnahme. Die Versorgung ist auch im Hinblick auf das geplante Pionierviertel gesichert“, beruhigt Stadtrat Richard Raz.

Und Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager: „In Zeiten wie diesen, ist es eine der dringlichsten Aufgaben von Gemeinden, die Wasserversorgung langfristig abzusichern.“