Wortgefecht um das Strandfest. Die Absage des Strandfestes 2018 durch Bürgermeister Schmuckenschlager ruft Gemeinderat Hofbauer auf den Plan.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 18. April 2018 (05:09)
NOEN, Wolfgang Schuster

Im Juli 2017 präsentierte Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer) in der Gemeinderatssitzung 600 Unterschriften, die sich gegen eine Absage des Strandfestes wenden. Mit einem Dringlichkeitsantrag und der Zusicherung untermauert, er, Hofbauer, würde Freiwillige zur Organisation der Strandfestes beistellen, blitzte Hofbauer aber damals ab.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager im Juli 2017 zur NÖN: „Für heuer ist es leider zu kurzfristig. Nächstes Jahr werde ich Peter Hofbauer aber früher einbinden und um die Organisation freiwilliger Mitarbeiter bitten. Dann könnte es wieder ein Strandfest wie früher geben.“ Aber auch heuer wird es kein Strandfest geben. Das verkündete Schmuckenschlager in der letzten NÖN. Für Hofbauer ist das nicht akzeptabel.

Professionelle Organisation ist gefragt

Als Grund für die Absage nannte Schmuckenschlager, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen der nunmehr nach Auflösung der BH Wien-Umgebung zuständigen BH Tulln für die Stadtgemeinde als Veranstalter nicht mehr „stemmbar“ wären. Tatsächlich sei das Strandfest in seinem Wachstum der letzten Jahre zu einer Großveranstaltung geworden. Mit allen Änderungen, die eine professionelle Organisation erfordert.

„Die ursprüngliche Idee der Strandbadbewohner, ein nettes kleineres Fest zu veranstalten, wurde seit Jahren nicht mehr umgesetzt“, so Schmuckenschlager. Aufgrund von Vorgesprächen sei festgestellt worden, dass ein Strandfest im großen Rahmen und dem zu erhoffenden wachsenden Zuspruch unter anderen Auflagen erfolgen muss.

Das lässt Gemeinderat Hofbauer so nicht gelten: „Wie ich mit gutem Grund sofort vermutet hatte, wurde offensichtlich gar nicht um Genehmigung bei der BH Tulln eingereicht. Daher gibt es auch keinen Bescheid, aus dem die nicht ‚stemmbaren Rahmenbedingungen‘ hervorgehen.“

„Ich bin gerne bereit, freiwillige Mitarbeiter zu suchen.“

Wesentlich für die Klosterneuburger wäre und sei das großartige mit Musik begleitete Feuerwerk. Für dieses Feuerwerk holt die veranstaltende Firma sämtliche Genehmigungen ein. Hofbauer weist darauf hin, dass die Organisation eines Strandfestes laut Dienststellenbeschreibung Aufgabe der Bäderverwaltung sei, und offeriert weiter seine Mitarbeit: „Ich bin gerne bereit, freiwillige Mitarbeiter zu suchen.“ Und holt zu einem sarkastischen Seitenhieb aus: „Ich schlage auch vor, diese Vorgangsweise gleichzeitig auch auf andere Abteilungen auszudehnen. Durch Einbindung freiwilliger Mitarbeiter aus der Bevölkerung (mit der Erfahrung von Häuslbauern) wäre sicher das Happyland-Debakel vermeidbar gewesen.“

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