Yoga am Stand-up-Paddling-Brett: Trendsport im NÖN-Test. Yoga am Stand-up-Paddle- Brett – die NÖN machte in Klosterneuburgden Selbstversuch.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 01. Juli 2020 (03:16)

Ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich Yoga gemacht habe, und bin noch nie auf einem Stand-up-Paddle-Brett gestanden. Nicht die besten Voraussetzungen, um beide Aktivitäten zu kombinieren. In Klosterneuburg wird aber genau das angeboten – und die Neugier war dann doch zu groß.

Stand-up-Paddler sind in den Altarmen keine Seltenheit. Bei Sonnenschein sausen die Wassersportler – stehend, kniend oder sitzend – über die funkelnde Donau. Und wenn die klassischen Positionen zu einfach werden, warten neue Herausforderungen: nämlich Hund, Dreieck, Krieger, Baum und ähnliche Yoga-Übungen.

„Die Natur, seinen Körper und seinen Geist hautnah zu erleben, ist der Reiz für mich, auf dem Sup Yoga zu praktizieren.“ Victor Liska

Schon im Vorfeld gibt Yoga-Lehrer Victor Liska genaue Anweisungen: „Sonnencreme, Schwimmsachen und gute Laune nicht vergessen!“ Das Wetter spielt mit: Am gefühlt ersten echten Sommertag treffen wir uns bei der „Blue7 Lounge“, um dann die Klosterneuburger Au und den eigenen Geist zu erkunden. Die erste Hürde: mit Paddel und Brett durch Sträucher und Ströme manövrieren.

Die Landschaft ist den Muskelkater in den Armen wert: Einzelne „Pools“ laden zum Entspannen ein, die Mischung aus der Ruhe, der Natur und der Energie der Yoga-Übungen passt wie angegossen. Liska: „Die Natur, seinen Körper und seinen Geist hautnah zu erleben, ist der Reiz für mich, auf dem Sup Yoga zu praktizieren. Natürlich reizt mich auch die kleine extra Challenge, um meine Balance und die meiner Schüler zu verbessern.“

Balance ist das Stichwort: Aus einer Yoga- kann schnell eine Schwimmübung werden. Das muss aber nicht sein. „Ich gestalte die Einheit so, dass wir alle ein Gefühl für das Board und für den Körper bekommen und anfangs nicht ins Wasser fallen“, versichert der Trainer. Trotzdem gilt: „Wasserscheu sollte man vielleicht nicht sein, und wenn man schwimmen kann, wäre es auch nicht schlecht“, schmunzelt Liska.

Packt der Ehrgeiz die Hobby-Sportler, werden zum Abschluss anspruchsvollere Übungen versucht – unfreiwilliger Sprung ins Wasser inklusive. „Am Ende der Einheit ist noch Zeit dazu, ins Wasser zu fallen und jede Menge Spaß zu haben“, so
Liska. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Eine kurze Abkühlung in der Donau ist während der Yoga-Session gar nicht unangenehm, egal ob geplant oder nicht.

Wieder an Land angekommen, bietet die „Blue7 Lounge“ mit einer kleinen Erfrischung den perfekten Schluss für einen Urlaubstag in der Heimat. Liska schwärmt: „Die ,Blue7 Lounge‘ hat sich wirklich einen wunderschönen Standort inmitten der Natur ausgesucht. Umgeben von Bäumen und dem Wasser wird ein ganz spezielles Urlaubsfeeling erzeugt.“

Kontakt und Infos: victorliska.at oder via Instagram @victor.liska