Bauland ohne Wohnungen?. Christoph Hornstein über einen sonderbaren Vereinbarungsentwurf.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 21. April 2015 (16:20)

Der Schluss, dass, wenn die Vereinbarung der Stadtgemeinde und der LIG über den Verkauf der Liegenschaft Rostock-Villa umgesetzt wird, Luxuswohnungen entstehen, ist der ÖVP gar wild aufgestoßen. Nimmt man allerdings das Papier, das der NÖN zugespielt wurde, ernst, drängt sich diese Möglichkeit ja wohl auf. Jeder Klosterneuburger weiß, dass Grund und Boden zum begehrtesten Gut dieser Stadt gehört. Die wirtschaftlich lukrativste Art, ihn zu verwerten, ist, darauf Wohnungen zu bauen. Um jeden Quadratzentimeter wird hier gefeilscht, denn jeder bringt Geld.

Nach dem Entwurf wird die Stadtgemeinde am Erlös mit 50 Prozent beteiligt. Je teurer die Liegenschaft in bester Lage also verkauft wird, umso mehr wird daher auch die Stadtgemeinde dabei verdienen. Klar. Das Ganze ist natürlich nur ein Entwurf. Aber auch dafür wurde vorher verhandelt und dann erst 14 Tage vor Beschlussfassung im Gemeinderat dem Ausschuss vorgelegt. Bleibt zu hoffen, dass die ÖVP diese 14 Tage nützt, um das Papier noch gründlich zu überarbeiten.
 

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