Gnade vor Recht ergehen lassen. Christoph Hornstein über 10.000 Euro Wasserrechnung.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 31. Dezember 2013 (07:44)
NOEN
Da sprudeln 6.000 Kubikmeter Wasser in das Erdreich. Völlig unbemerkt. Natürlich, wie soll man denn das auch bemerken? Am Wasserdruck? Der ist in Teilen Klosterneuburg so schlecht, dass eine geringfügige Veränderung nicht auffällt. Der Inhalt geschätzter 140 Swimmingpools wird von der Stadtgemeinde geliefert und verlassen dann die Rohrleitung frühzeitig.
Rein rechtlich ist in diesem Fall alles klar. Die Stadtgemeinde liefert und ab der Grundstücksgrenze liegt die Verantwortung, was mit dem Wasser passiert, beim Grundstückseigentümer. Da werden dann auch die Gebühren eingehoben. Ohne Wenn und Aber, wie der Bürgermeister sagt. Es gibt aber auch Situationen, wo man Gnade vor Recht ergehen lassen sollte, auch für die Stadtgemeinde. Und das ist so eine.
Also, liebes Wasserwerk, lieber Bürgermeister! Machen Sie es so, wie andere Städte in ihrer unmittelbaren Umgebung es auch machen. Verkaufen sie die 6.000 Kubikmeter zum Selbstkostenpreis, denn hier handelt es sich wohl um keinen Vorsatz, sondern um ein wirkliches Unglück.