Hoffnung und Enttäuschung. Martin Gruber-Dorninger über die U4-Debatte, die noch in Erinnerung ist.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 13. September 2017 (05:49)

Nein, keine Sorge, Sie haben keine Zeitreise hinter sich, es handelt sich nur um ein Déjà-vu – es wird wieder einmal über eine Verlängerung der U-Bahn nachgedacht. Den Stein ins Rollen brachte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, als sie ihr Mobilitätspaket vorstellte.

Es ist zwar lobenswert, wenn die Landeshauptfrau die Debatte aus der Mottenkiste hervorgekramt, dennoch würde man sich in der ewig währenden Diskussion einen Fortschritt erhoffen. Wie sieht es mit dem Willen der Partner aus? Hat sich da in der Zwischenzeit etwas getan? Wie bringt das Land NÖ die Finanzierung auf? – Da steht die Diskussion erst am Anfang.

Es ist wieder nur von Plänen die Rede, ohne den bisher unwilligen Partner Wien glaubhaft mit ins Boot geholt zu haben. So wird es wohl wieder nur Schall und Rauch sein, in dem das Thema aufgehen wird. Das Problem dabei ist, dass sich die Klosterneuburger zuletzt 2014 vor der Gemeinderatswahl mit diesem Thema auseinandersetzen mussten. Und vergessen haben sie es nicht. Die Politik spielt hier mit Hoffnung, die bisher in blanker Enttäuschung endete.