Auch wenn der Hintern weh tut. Über den Radboom in Klosterneuburg.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 07. April 2021 (03:27)

„Schon der Gedanke daran lässt mein Hinterteil schmerzen“, beteuert fast ein bisschen schuldbewusst einer, für den die Fortbewegung auf zwei Rädern mit Muskelkraft eine schier unvorstellbare Art der Streckenbewältigung darstellt. Der Hinweis auf E-Bike und Komfortsättel prallt wie nichts ab, denn: „Die Sattelfläche ist mit meiner Anatomie nicht kompatibel.“

Klar. Diese Spezies gibt es auch in Klosterneuburg, aber das Radfahren boomt wie nie zuvor in unserer Stadt. Sei es deshalb, weil in Zeiten der Pandemie die Weltreise sowieso ausfällt und man sich daher auf die Gartenarbeit und das Radfahren konzentriert, oder auch deshalb, weil man mit dem Auto sowieso nicht mehr vorankommt – heuer wird in Räder investiert! Und das ist gut so. Auch wenn manche dabei auf der Strecke bleiben, die Mehrzahl steigt schon auf das Rad um. Über 50 Prozent sollen bald nur mehr mit den Öffis fahren, zu Fuß gehen oder auf das Rad steigen. Die Umwelt sagt Danke!