Avanti, liebe Verwaltung!. Christoph Hornstein über die späte Besinnung auf Anrainerrechte.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 21. September 2016 (05:57)

Vergesslichkeit ist menschlich, überhaupt dann, wenn man in die Jahre gekommen ist. Die BH Wien-Umgebung ist in die Jahre gekommen, denn in nun mehr vier Monaten wird sie zu Grabe getragen.

Wer Vergesslichkeit als Grund annimmt, warum bei einer gewerberechtlichen Betriebstättenverhandlung eines Tankstellen-Umbaus Anrainer nicht eingeladen werden, um ihre Bedenken äußern zu können, ist gnädig. Spiegelt es nicht viel mehr die Hoffnungs- und Bedeutungslosigkeit dieses Anrainerrechts wieder? So bedeutungslos, dass man darauf vergisst? Wer Lust hat, kann die Einsprüche zählen, die in Klosterneuburg bei Bauverhandlungen oder Ähnlichem gemacht wurden. Unendlich ist die Zahl. Erfolglos das Ansinnen. Sechs Jahre ist es her, dass die Tankstelle am Stifts-Kreisverkehr umgebaut wurde. Wer nun glaubt, dass nach dieser Zeit ein Einspruch von Erfolg gekrönt sein könnte, ist naiv.

Der Spruch der Behörde wird sein: Wer sechs Jahre Benzingestank und Lärmbelästigung ertragen hat, wird es in Zukunft auch.