Klosterneuburg

Erstellt am 13. Februar 2019, 03:07

von Christoph Hornstein

Die Krücke Donaubrücke. Christoph Hornstein über den neuerlichen Ruf nach einer Donaubrücke.

„Es wird noch viel Wasser die Donau hinunterfließen…“ Eine Ahnung, die einem Zeitungsartikel entstammt. Nein, nicht aus der NÖN, die gab’s damals noch nicht. Es stand in der „Neuen Klosterneuburger Zeitung“ vom 14. April 1906 (!). Brückenkosten: 4 Millionen Kronen. Eine Semmel kostete damals 30 Heller, heute 30 Cent. Demzufolge hätte die Brücke damals 4 Millionen Euro gekostet. Realisiert wurde dieses Projekt freilich nicht. Auch 113 Jahre später schaut es damit nicht gut aus. Doch, dass sich keiner in all den Jahren gefragt hat, was denn sei, wenn die einzige Verbindung zu Wien zusammenbräche, ist verwunderlich.

Der letzte politische Brückenerguss begab sich 2004: Der Gemeinderat beschließt, das Volk soll befragt werden. 15 Jahre später ist zwar der Beschluss noch aufrecht – geschehen ist aber nichts.

„Über den Erfolg werden wir unsere P.T. Leser im laufenden halten.“ So lautet die letzte Zeile des Artikels von 1906. So will es die NÖN auch halten.