Erstellt am 11. Januar 2017, 05:47

von Christoph Hornstein

Drei Stunden Winter-Idylle. Christoph Hornstein über das Salzstreuen in Klosterneuburg.

Der herabfallende Schnee verwandelte Klosterneuburg in ein „Winter Wonderland“. Am vergangenen Sonntag in der Früh einen Termin zu haben, war zwar lästig, aber das Fahren auf schneebedeckten, weichen Straßen brachte beinahe ein Winterurlaubs-Glücksgefühl. Was um neun Uhr noch Urlaubsstimmung vermittelte, war zu Mittag ein brauner, hässlicher Gatsch. Aus mit der Glückseligkeit, dafür festen Halt auf der Straße. Das Salz hat ganze Arbeit geleistet. Der Winterdienst in Klosterneuburg funktioniert.

Szenenwechsel. Bad Mitterndorf. Bei der Stadteinfahrt gibt es ein Informationsschild: „Keine Salzstreuung“, die Autofahrer werden gebeten, ihren Fahrstil an die winterlichen Straßenverhältnisse anzupassen. Natürlich kann man den Urlaubsort Bad Mitterndorf und Klosterneuburg nicht miteinander vergleichen. Zum einen ein Skiort, der von der winterlichen Idylle lebt, zum anderen eine Stadt mit Geschäftsverkehr. Aber vielleicht sollte man doch auch bei uns überlegen, das Salz sparsamer und zielgenauer einzusetzen. Dann bleibt auch in Klosterneuburg die Winterlandschaft erhalten. Wenn auch nur an einem Sonntag.