Ein politisches Liebesgeflüster

Über die NÖN-Sommergespräche 2021.

Christoph Hornstein
Christoph Hornstein Erstellt am 01. September 2021 | 05:05

Ein Mann mit sozialer Ader, mit staatstragendem, gepflegten Aussehen, durchsetzungsstark. Er hat die Pandemie gut gemanagt und vertritt die Stadt nach außen sehr gut. Er ist idealistisch, offen für Neues und versucht auch Andersdenkende zu verstehen. Um wen es hier geht? Um Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, und all diese Attribute flöteten seine politischen Mitstreiter im Rahmen der Sommergespräche in das Ohr der NÖN. Das wenige Negative kann man an dieser Stelle geflissentlich vernachlässigen.

Man könnte daraus schließen, dass der Stadtchef im Kreise der Mandatare äußerst beliebt ist, wenn es da nicht einen gäbe. Aber dass Peter Hofbauer dem Bürgermeister Rosen streut, war ja auch kaum erwartbar. Und Ausnahmen bestätigen ja die Regel. Dieses Sommerliebesgeflüster kommt aber nicht von ungefähr. Auch in den Sitzungen ist das bemerkbar. Waran das liegt? Vielleicht an der Corona-Krise, an der Jahreszeit, oder vielleicht sogar an der Güte des Bürgermeisters selbst?