Feingefühl statt Richterspruch. Über die Auseinandersetzung Bürgermeister und Hofbauer.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 27. Mai 2020 (09:10)

Nun gut, Liebesgeflüster war das nie. Was sich Bürgermeister Schmuckenschlager und Gemeinderat Hofbauer in den zahlreichen Gemeinderatssitzungen lieferten, war schon ein hartes Wortgefecht, das dem geneigten Zuhörer ein gewisses Quantum an Unterhaltung bot. Natürlich auch beizeiten untergriffig.

Keiner der beiden blieb dem anderen etwas schuldig, wobei man bemerken muss, dass Hofbauers Ein-Mann-Fraktion der Mehrheitsfraktion der ÖVP gegenüberstand. Ein eher ungleiches Duell.

Was Schmuckenschlager auch immer bewogen hat, sich für seine Wortwahl zu entschuldigen – Hofbauer sollte die Entschuldigung annehmen. Denn auch wenn er seine Klage gegen den Stadtchef gewinnen sollte, was folgen könnte, ist die Gegenklage des Bürgermeisters.

Vor dem Kadi lohnen sich solche Auseinandersetzung meistens nicht, da verdienen nur die Rechtsanwälte. Daher mein Plädoyer: keine Verhandlung und ein bisschen mehr Feingefühl bei der Wortwahl.