Festgemauert in der Bauordnung. Über den Mauerbau in der Türkenschanzgasse.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 22. Juli 2020 (03:38)

Angeblich sieht man ja die Chinesische Mauer aus dem Weltall. Nun, könnte man meinen, macht eine Mauer in der Klosterneuburger Türkenschanzgasse jener in China beinahe Konkurrenz. Das Leid der Familie kann man verstehen, wenn man die Bilder sieht: 3,75 Meter Hohlziegel versperren nun den Blick ins Grüne.

Man möchte meinen, das geht nicht mit rechten Dingen zu. Aber weit gefehlt: Diese Mauer ist konform mit den Zeilen des Gesetzes. In diesem Fall mit der Bauordnung, die dieses Machwerk zulässt. Das sagt zumindest die Baubehörde, die sich in der NÖ Bauordnung bestens auskennt.

Dem Nachbar ist dieser Sicht- und Lärmschutz aus Beton anscheinend wichtig. Schade nur, dass er von sich aus nicht erkennt, dass diese Trennung der Grundstücke unzumutbar ist, und einen Kompromiss vorschlägt. Unfassbar allerdings, dass das gesetzlich gedeckt ist. Gehört da nicht die Bauordnung längst durchforstet, entstaubt und reformiert?