Fischerstub’n muss überleben. Über den drohenden Abriss der Fischerstub’n im Strombad.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 06. November 2019 (03:58)

Dieses Lokal hat eine historische Bedeutung. Vor Eröffnung der Bahn legten täglich bis zu 20 Schiffe an. Wiener Großbürger kamen zur Sommerfrische, um ihre Villen zu entstauben. 1923 eröffnete das Strandpromenaden Kaffee Restaurant Josef Lanzendörfer, später übernahm Tochter Hertha Kropacek das Lokal. Immer schon war das Lokal ein Ausflugziel für Wiener Prominenz und vor allem der Künstler. Johannes Heesters war seit 1968 Stammgast.

Dass jetzt, nach fast 100 Jahren seines Bestehens, das gesamte Lokal an der Donau geschleift werden soll, ist schlichtweg unvorstellbar. Das Cafe Restaurant Fischer gehört genauso zum historischen Bestand des Strombades wie das Rondeau oder die Brücke, oder der Pavillon. Das Lokal ist Geschichte und sollte besonders geschützt werden, und da sind auch besondere Regeln bei der Auslegung von baubehördlichen Gesetzen von Nöten. Wer hat etwas davon, wenn ein 100 Jahre altes Baudokument dem Erdboden gleich gemacht wird?