Freunderln und Pfründe?. Christoph Hornstein über die Vergabepraxis von Subventionen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:56)

Was Stadtrat Josef Pitschko als „willkürliche Klosterneuburger Freunderl- und Pfründewirtschaft“ bezeichnet, kostet uns Steuerzahlern viel Geld im Jahr. Mit 1,040.000 Euro steht der Posten der jährlichen Förderungen 2016 in der Gemeindebilanz zu Buche.

Ob Pitschkos Vorwurf hält, sei dahingestellt. Wer kann schon wirklich behaupten, dass es in Klosterneuburg leichter geht. „Freunderln“ in der Stadtgemeinde zu haben, die einem die Dinge richten. Da fehlt der Beweis.

Wer aber einmal in einer Gemeinderatsitzung war, weiß, wie zig Subventionsanträge durchgewunken werden. „Antrag XY auf Subvention von...mehrheitlich angenommen“. Da kann man nur hoffen, dass diese Anträge im Vorfeld auf ihre Zweckmäßigkeit geprüft werden, und vor allem verlangen, dass die Einreichung und die Abrechnung der Antragsteller ordnungsgemäß abläuft.

Die Durchleuchtung der Subventionspraxis in Klosterneuburg war schon lange fällig. Das Jahr 2017 wird zeigen, ob das neue System auch wirklich greift.