Geduld trifft Optimismus. Über die ersten Wochen der B 14-Baustelle.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 03. März 2021 (03:26)

Es war paradox: Die ersten Tage der B 14-Großbaustelle war die Fahrtzeit nach Wien kürzer als ohne Bauarbeiten – Lockdown und gute Ampelschaltung sei Dank. Diese Zeiten sind vorbei – mittlerweile freut man sich über ein gemächliches Rollen, ein kurzer Stillstand der Reifen wird ächzend hingenommen.

Für zweieinhalb Jahre wird das die Realität für Pendler sein. Die prophezeite Katastrophe bleibt bislang aber aus – und das stimmt positiv. „Mein Eindruck ist ein durchaus optimistischer“, resümiert Wiens Brückenbau-Chef Hermann Papouschek. Dem kann man kaum widersprechen. Denn: Eine Baustelle ist nie angenehm – aber die Rahmenbedingungen sind es in diesem Fall: Zum Einsatz kommt eine regionale Baufirma – die lokale Wirtschaft wird also gestärkt. Rufe der Pendler – etwa nach der Öffnung der Busspur für Biker – werden ohne viel Bürokratie erhört. Der Informationsfluss funktioniert – und so fällt es leichter, Geduld zu bewahren, auch bei steigendem Verkehrsaufkommen.