Grünland bleibt Grünland. Über Abbruchbescheide für Gebäude im Grünland.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:09)

„Sofern Politiker im Rahmen von Interventionen keinen bestimmenden Einfluss auf die Behörde ausüben, müssen diese immer gestattet sein.“ Na, da macht es sich Bürgermeister Schmuckenschlager ein bisschen zu leicht. Immerhin sollen nach Aussagen Betroffener hochrangige Politiker wie Vizebürgermeister und Stadträte vor Jahrzehnten Bürger ermutigt haben, das Wagnis, im Grünland zu bauen, einzugehen.

Und wer sagt, ob damals nicht auch politischer Einfluss auf die Behörde ausgeübt wurde? Natürlich gibt es auch die Spekulanten, die meinten, im günstigen Grünland bauen zu können, um dann einfach abzuwarten, bis das Grundstück auf Bauland umgewidmet wird und das X-fache mehr Wert ist. Die gehören abgestraft. Aber das Gros der Menschen, die sich im Grünland eine Existenz aufgebaut haben, scheinen damals den „mündlichen Baubewilligungen“ hoher Politiker auf den Leim gegangen zu sein.

Der Vorsatz muss dem Gesetz allerdings egal sein. Da bleibt Grünland – Grünland.