Kein Geld zum Feiern. Über den Nutzen von Großveranstaltungen für Städte.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 21. August 2019 (03:52)

Wie wichtig es für eine Stadt ist, ereignisreiche Feste zu veranstalten, wird gerade jetzt nach dem Frequency in St. Pölten augenscheinlich. 200.000 junge Leute pilgerten in die Hauptstadt Niederösterreichs, um sich ein Festival der Superlative zu geben. Natürlich, das war nicht immer so. Zum Start 2001 in Wien und dem zweiten Festival am Salzburgring kamen etwa 10.000 Besucher pro Tag. Alles braucht eben seine Zeit.

Gewachsen und gereift, ist das Festival auch für die Stadt St. Pölten ein echter Gewinn. Sie kann sich ein junges Mäntelchen umhängen und ist für drei Tage Musikmetropole. Klar, der Blick nach Klosterneuburg – immerhin die drittgrößte Stadt im Land – ist gewagt. Ja, wir haben eine Sommeroper, die Rekordbesuche bringt. Warum es aber kein Strandbadfest und kein Höfefest, das immerhin 5.000 Besucher angelockt hat, mehr gibt, ist vielen nach wie vor unbegreiflich, wegen ein paar Euro ein Erfolgsfest abzudrehen, der drittgrößten Stadt unwürdig.