Kleingeister und Antidemokraten. Christoph Hornstein über die Zerstörung von FPÖ-Plakatständern.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 06. September 2017 (05:25)

Und wieder erwischte es die Plakate der FPÖ! Schon bei der letzten Wahl wurden von bislang unbekannten Tätern FPÖ-Plakate verschandelt und Plakatständer demoliert. „Extreme Einstellungen lösen eben extreme Reaktionen aus“, hört man da manche sagen, aber mit diesem Problem steht die FPÖ nicht alleine da. Das Verschandeln von Wahlplakaten ist ein Unfug, der sich flächendeckend über alle Parteien zieht, sogar ins Fach des Komischen: Da wurde doch glatt dem jetzigen Bundespräsidenten während seines Wahlkampfs serienmäßig in sein Konterfei ein Hitler-Bärtchen gemalt. Was der Künstler sich dabei wohl gedacht hat...

Gut, dass man jetzt auch jemanden erwischt hat und es hoffentlich ordentliche Strafen setzt. Diese Art gewalttätiger Auseinandersetzung gehört ein Riegel vorgeschoben.

Man muss ja nicht mit der FPÖ einer Meinung sein, aber da hat Stadtrat Pitschko schon recht: Wer glaubt, eine Partei damit verhindern zu können, indem man ihre Plakate vernichtet, ist ein erbärmlicher Kleingeist. Und schon gar kein Demokrat.