Koste es, was es wolle!. Über die existenzielle Bedrohung der Ein-Personen-Unternehmen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 03. Juni 2020 (03:15)

Natürlich, es trifft uns alle. Die Folge der Coronapandemie ist die schlimmste Wirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg. Und wen trifft sie am härtesten? Es sind wie immer die Kleinen.

Eine freiberufliche Fremdenführerin, der von einem Tag auf den anderen der Job abgedreht wurde, bekommt nach elf Wochen Arbeitsstillstand aus dem Härtefonds 1.500 Euro. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Mann, der sich in Kurzarbeit befindet, in Kritzendorf. Mit eineinhalb Gehältern weniger müssen sie jetzt im Monat auskommen. Wie das gehen soll, steht in den Sternen.

Mit einem Rettungsschirm von 38 Milliarden versprach die Bundesregierung diesen Wahnsinn abzufedern. Unbürokratisch und schnell sollte die Hilfe sein. Bis jetzt sind von den 38 Milliarden nicht einmal eine halbe Milliarde ausgezahlt worden. Schnell? Fast drei Monate sind seit Ausbruch der Pandemie vergangen.

Von schneller und unbürokratischer Hilfe kann da wohl kaum die Rede sein.