Missbrauch des Wohlwollens. Christoph Hornstein über die Geschichte des Wohnens im Grünland.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 20. Februar 2019 (03:40)

Für uns einfach denkende Erdenbürger ist der Begriff Grünland eine Fläche Natur, die aus verschiedenen Gründen nicht angetastet werden darf. Nach dem Krieg hat man den Begriff aber aufgeweicht, weil es viele armutsbedrohte Menschen gegeben hat, die billige Wohnfläche gebraucht haben.

Damals wurden in einigen Fällen Sonderbaugenehmigungen im Grünland erteilt, die man dann in den 60ern radikal eingestellt hat. Nach heute leben Menschen in solchen Häusern, konsenslos, wie das so heißt, und vom Abriss ihrer Bleibe bedroht. Mit der Einführung der GEB-Widmung (Erhaltenswerte Gebäude im Grünland) wollte man genau diesen Menschen helfen, dort zu bleiben, wo sie jahrelang leben.

All diese Regeln sind gemacht worden, um Menschen zu helfen. Dass sie nun wie im Reihergraben offensichtlich dazu missbraucht werden, Profit zu machen, ist sicher nicht im Sinne des Erfinders, und dem Gemeinderat wäre angeraten, dem nicht aktiv Vorschub zu leisten.