Erstellt am 13. Juni 2018, 04:26

von Christoph Hornstein

Wer a Göd hat, kann Fiaker fohr’n. Christoph Hornstein über die angedachte City Maut der Wiener Grünen.

Rund 150.000 Menschen pendeln von Niederösterreich nach Wien, um ihrer täglichen Arbeit nachzugehen, sagt das Land NÖ. Wie viele Klosterneuburger darunter sind, war von der Stadtgemeinde nicht in Erfahrung zu bringen.

Eine Kennzahl, die im Zeichen des Stadtentwicklungskonzepts 2030+, der Entwicklung eines neuen Stadtteils mit 1.100 Wohnungen und der jetzt schon in der Stoßzeit spürbaren Kapazitätsgrenzen des Verkehrs, mit seinen Kreisverkehren und der Wienerstraße als aktuell einzigem Zubringer in die Bundeshauptstadt interessant sein müsste, steht nicht zur Verfügung. Wäre doch auch für die City Maut interessant. Wie viele Bürger betrifft’s?

Dahinter kann natürlich auch Kalkül stehen: „Wir machen das Autofahren so unattraktiv, dass alle nur mehr mit den Öffis fahren.“ Nur: Den Reichen werden die paar Euro Maut am Tag wurscht sein. Die jeden Euro umdrehen müssen, wird’s treffen. Frei nach dem Motto: Wer es sich leisten kann, darf Auto fahren, wer nicht, soll gefälligst die Öffis nehmen.

Unsozial nennt man das.