Wer ist schuld am roten Licht?. Über die Corona-Fallzahlen im Bezirk Tulln.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 28. Oktober 2020 (03:56)

Was sagt uns die Zahl 75 in Klosterneuburg und die Zahl 45 in Tulln? Lediglich, dass es am Nationalfeiertag um 18 Uhr diese Anzahl positiv Getesteter gegeben hat. Nicht mehr und nicht weniger.

Wer jetzt meint, Klosterneuburg sei schuld am Rotlicht der Corona-Ampel, ist schlecht beraten. Denn setzt man die positiv Getesteten nur in Relation zur Bevölkerung, schaut es schon anders aus. Klosterneuburg mit seinen rund 25.000 Einwohnern und Tulln mit 16.000 ergäbe ein Ex aequo an der Spitze im Ranking. Und da gibt es ja noch die Anzahl der Testungen. Wo mehr getestet wird, wird es ja wohl auch mehr positive Fälle geben. Wie viele Testungen hat es in den einzelnen Städten gegeben? Darüber gibt es leider keine Auskunft.

Ein Verwirrspiel der Zahlen, bei dem sich keiner mehr so richtig auskennt. Eine Kennziffer, mit wirklicher Aussagekraft, die einen Vergleich ermöglicht, ist die tägliche Fallzahl sicher nicht. Deswegen hüte man sich vor Schuldzuweisungen.