Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Über Mieten und Grundstückspreise in Klosterneuburg.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 21. Juli 2021 (03:30)

Das Spiel von Angebot und Nachfrage reicht in Klosterneuburg bei Weitem nicht aus, um das, was in der Babenbergerstadt passiert, zu verstehen. Auf der einen Seite wird genug gebaut, ja zu viel, weil nicht wenige Wohnungen leer stehen.

Auf der anderen Seite ist es vor allem für junge Klosterneuburger schier unmöglich, ortsübliche Mieten zu bezahlen, und der Ruf, man solle sich doch eher Eigentum als Wohnraum anschaffen, verhallt im Lächerlichen. Aber so ist es nun mal, wenn man in einer Nobelstadt wohnen will. Die Seegrundstücke am Wörthersee sind ja auch nicht für jeden da. Da muss man eben woanders hinziehen. Aber wohin? Mit der politisch in Rot gehaltenen Großstadt vor der Nase ist es nämlich nicht viel anders.

Wenn junge Familien nicht mehr die Möglichkeit haben, sich das Grundbedürfnis Wohnen leisten zu können, wird sich das zu einer sozialen Krise auswachsen. Da muss man politisch gegensteuern, denn von Krisen haben wir die Nase voll.