Nicht auf dem Rücken der Bürger. Martin Gruber-Dorninger über einen Streit, bei dem es nur Verlierer geben kann.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 23. Juli 2014 (07:50)
Seit der letzten Gemeinderatssitzung können sich vor allem zwei Leute nicht mehr so recht in die Augen schauen. Die Rede ist von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager und dem Grünen-Chef Sepp Wimmer.

Der Grund ist eigentlich recht banal. Die VP warb vor der Volksbefragung im Herbst 2013 mit einem verbesserten Hochwasserschutz am Kierlingbach. Der Slogan: „Opa, krieg ich dann auch einen Hochwasserschutz“, ist noch jedem ein Begriff.

Das Rückhaltebecken in Stollhof schien seitens der ÖVP unverzichtbar. Bei der letzten Gemeinderatssitzung stellte die VP nun eine andere Variante in Aussicht. Die Grünen fühlten sich überrumpelt und behaupten seither, davon nicht in Kenntnis gesetzt worden zu sein.

Der Streit ging los. Vorwürfe und Beschuldigungen auf der einen wie auf der anderen Seite. Doch der eigentliche Grund des Streits ging in dem Gefecht verloren. Was passiert jetzt mit dem Hochwasserschutz? – Wäre es nicht besser, die „Streithanseln“ würden den banalen Zwist beiseite legen und mit gemeinsamer Kraft für dieses wichtige Thema kämpfen? Der Wahlkampf sollte wirklich nicht so auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden.