Betrug darf sich nie lohnen. Über die Entwicklungen im Skandal um die Superliga.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 14. Oktober 2020 (01:03)

Die Causa rund um mutmaßliche Spielmanipulationen im heimischen Basketball ist jetzt also um eine Facette reicher. Bei Vier Spielern der Superliga und einem der zweiten Liga gab es Hausdurchsuchungen und Einvernahmen. Alle Akteure wurden sofort vom Integritätsausschuss gesperrt. 

Auf den ersten Blick ist das natürlich äußerst unangenehm für die Superliga, die jetzt wieder mit negativen Schlagzeilen konfrontiert ist, obwohl man in dieser Sache sehr proaktiv agiert.

Wenn man die Angelegenheit allerdings im Detail betrachtet, so könnte man sogar von einer positiven Entwicklung sprechen. Denn, dass die Akteure aus Graz die einzigen Beteiligten am vorgeworfenen Wettbetrug waren, wurde hinter vorgehaltener Hand ohnehin angezweifelt.

Mit diesen weiteren Vorgehensweisen wurde jetzt ein ganz deutliches Signal an jene Personen gesendet, die sich derartige Manipulationen anmaßen: Die Liga und die Staatsanwaltschaft nehmen diese Dinge äußerst ernst! Das ist auch Rückendeckung für die zahlreichen Spieler, Vereine und Funktionäre, die sich nichts zu Schulden kommen lassen und vollkommen unverschuldet in Frage gestellt werden.